Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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nicht zu finden, ſo müſſen wir's Gott anheimſtellen! Weiter hinüber liegt Niemand mehr. Mit Tagesanbruch will ich dennoch wieder hier ſein.

Die gutmüthige Frau war bereit. Sie dachte hoffend: Die Hülfe, die wir dem Armen reichen, werden mir andere mitleidige Menſchen an meinem Sohne ja vergelten, wenn er noch lebt!

Der Mann machte ſich ſofort an das Geſchäft, noch den kleinen Theil des Schlachtfeldes zu durchſuchen, den ſie bisher nicht betreten hatten. Er fand den Verlorenen nicht! Gramgebeugt, doch entſchloſſen, nun wenigſtens das gute Werk, das ihm Gott ſelbſt zugewieſen hatte, zu vollbringen, kehrte er zu Xaver zurück. Die Frau hatte dieſen indeſſen mit einiger Speiſe erquickt, welche ſie in dem Korbe trug,

um ihrem geliebten Sohn ſogleich etwas darbieten zu kön⸗

nen. Dadurch und mit dem neuen Lebensmuth waren auch kaver's Kräfte neu erwacht. Er dachte an ſeine Thereſe, an die Möglichkeit, an das ſüße Glück, ſie wiederzuſehen, dem er in halber Verzweiflung ſchon entſagt hatte. So raffte er jegliche Kraft zuſammen, und geſtützt auf die bei⸗ den Mitleidigen, gelang es ihm, zwiſchen den Leichen des Blutfeldes den Weg zur Rettung zu ſuchen.

Sie erreichten den Bach. Ein neuer Trunk labte ihn. Seine Retter trugen ihn hindurch. Nach einer Stunde mühſeliger Wanderung, von vielfachem Raſten unterbrochen, hatten die Drei die im Walde an der Anhöhe tief verſteckt gelegene Köhlerhütte erreicht, welche ihnen die Zuflucht bie⸗ ten ſollte.

Die beiden wohlwollenden Bewohner gaben ihm ihr eigenes Lager zur Ruheſtätte. Die Frau zündete ſogleich ein Feuer auf dem Herde an, ihm etwas Speiſe zu bereiten, und Waſſer zu wärmen, um ſeine Wunden zu waſchen und