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Ring zu gewinnen, nicht des Fingers ſchont, jede grauen⸗ volle Verſtümmelung ruchlos unternimmt, um das Beute⸗ ſtück nur ſchneller zu erlangen! Der Froſt des Wundfſiebers im Verein mit dem Nachtfroſt und den Schauern ſeiner Ge⸗ danken ſchüttelte ihn.
Nach einigen Augenblicken erwachte wieder ein ermuthi⸗ gendes Gefühl, ein Sinn des Vertrauens in ihm. Vielleicht ſind gerade dieſe, die du in ſo grauenvollem Verdacht hältſt, vom Himmel geſandt, um dir Hülfe zu bringen. Mögen ſie auch, von Noth, Hunger und all dem Elend dieſer ſchweren Zeit gedrängt, hier auf dem Blutfelde kümmerliche Früchte zu ernten trachten, ſie brauchen doch darum nicht entmenſcht zu ſein! Weshalb ſollten ſie nicht für eigene Nothdurft aufſammeln, was keinem Derer, die hier liegen, mehr frommt? Können ſie nicht darum doch ein mitleidiges Herz haben? Dir jetzt, in der Noth des Todes, die hülf⸗ reiche Hand reichen?
Das Murmeln der Stimmen wurde deutlicher, die Geſtalten kamen näher.
„Hierher, Wlaſta“, ſprach die männliche Stimme.„Hier liegen noch Etliche!“
Sie wandten die Schritte zu der Stelle, wo Xaver lag. Dieſer fühlte, daß jetzt die Entſcheidung für ihn gekommen ſei; er wollte ſie beſchleunigen. Die weibliche Geſtalt war faſt dicht an ihm.
„Was wollt Ihr?“ rief er ſie mit zuſammengeraffter Kraft an.
„Heiliger Gott!“ ſchrie die Erſchreckte laut auf.„Bo⸗ leslav! Hier lebt Jemand!“
„Hier leben vielleicht Viele“, antwortete Xaver.„Seid ihr menſchlich und vertraut ihr auf Gottes Gnade in ſchwerer Stunde, ſo gewährt uns Hülfe!“


