Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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ging, wurden ſeine Pferdenaſen ſchon von allen Seiten über die Bergkette ſichtbar, und die Piken ſeiner Lanzen⸗ knechte machten ein hübſches Gitter am Horizont. Ich konnte ihm aus dem Wege gehen, auf Prag zu, aber dann war Hohenlohe, und Alles, was links und rechts von Bud⸗ weis ſtand, verloren und etliche Tage ſpäter wäre die Uebermacht mir über den Hals gekommen, und wir hätten vielleicht Alle zugleich, meine Leute und die Kaiſerlichen, durch das Kornthor oder über den Roßmarkt hier einrücken können. Hielten wir aber zuſammen, ſo konnte der Herr Graf Boucquoi mit blutigem Kopf zurückgeſchickt werden. Darum machte ich Front gegen den Feind, wie gefährlich es war, und ſchickte drei, ſechs Boten einzeln an den Grafen Hohenlohe, die er, falls er ein Soldat war wie er ſein muß, gar nicht gebraucht hätte; denn früher als ſie ankamen, mußte er unſere Kanonen und Musketen knallen hören, und wenn er das Ohr ſpitzte, wußte er, wohin er zu marſchiren hatte. Aber er blieb aus! Weit davon iſt gut vor'm Schuß! Wir rauften uns fünf Stunden mit der furchtbaren Uebermacht! Ich habe Leute auf dem Platz gelaſſen...., hier ſtockte ſeine Stimme ein wenig, und man nahm wahr, wie er Schmerz und Ingrimm bekämpftevon denen Einer mehr werth war als ein Dutzend Hohenlohe, und nichts für ungut, Jeder wenigſtens ſoviel, als Jeder von euch hier im gepolſterten Lehnſtuhl! Sie werden jetzt hart liegen, oder kühl, aber ruhig! Kurz und gut! Ich verſtehe zu fechten und zu ſchlagen, aber was zu viel iſt, iſt zu viel! Von Minute zu Minute hoffte ich auf die Hülfe! Sie kam nicht! Noch eine halbe Stunde vor Ende der Schlacht hätte ſie uns retten, den Feind vielleicht verderben können, Donner und Teufel ſie kam nicht! Nichts