Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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ten. Eure anderen Herren Generale aber waren nicht aus dem Neſt zu bringen, wo es galt, mir zum Succurs zu dienen. Endlich kam's, wie ich's lange genug vorausge⸗ ſagt! Boucquoi hatte ſich allmälig fett gemäſtet! Vor drei Tagen fiel er mir bei Groß⸗Lasken auf die Flanke. Wollte ſich mitten zwiſchen mich und Hohenlohe hineinwerfen, durchbrechen, dann auf Prag marſchiren!

Bei dieſem Wort flog ein unruhiges Gemurmel durch die Verſammlung.

Ja auf Prag! Und jetzt wird er hier ſein, eh ihr's meint!

Einige ſprangen auf; Andere riefen:Wie das? Was iſt geſchehen? Die Beſtürzung war allgemein.

Nuhig, ruhig! gebot Mansfeld mit bitterem Zorn in den Zügen.So eilig habt ihr's noch nicht, daß ihr nicht heut noch in⸗ euren Betten ſchlafen könntet! Aber was die nächſte Woche bringt, weiß ich nicht. Kurz und gut! Ich hatte mit einem Theile meiner Leute eine Seiten⸗ excurſion gemacht, nach Schloß Netolitz, um ein paar Dutzend ehrliche Teufel, die Ueberbleibſel von etlichen Hun⸗ dert, die gefochten hatten wie die Löwen, nicht in der Mausfalle ſtecken zu laſſen, wie es Feldherrnpflicht iſt, wenn man ſeine Leute bei Eifer und Vertrauen erhalten will! Der Streich war gelungen. Unterdeſſen, obgleich ich mich wohl vorgeſehen und den Schlüſſel zur Straße

nach Thein nicht aus der Hand gegeben hatte, war

Boucquoi früh aufgeſtanden, um ſich rechtzeitig zu Mittag bei mir anzumelden. Eine ſchuftige Verrätherei in meiner Kanzlei*), der ich noch auf den Kopf zu treten denke, hatte ihm Nachricht gegeben. Als ich auf meine Poſition zurück⸗

*) Hiſtoriſch.