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Ruf„Graf Mansfeld“, aus Aller Munde unterbrach ſeine Worte.
„Ja, Mansfeld!“ durchdrang die kräftige Stimme des Kriegshelden das Geräuſch.„Mansfeld, der wol ein Wort mitzureden haben dürfte in eurer Verſammlung, und euch ſeinen Sack voll Nachrichten, nicht zu eurer Freude, hier ſogleich ausſchütten wird!“
Alle waren aufgeſprungen; Einige gingen ihm entgegen, begrüßten ihn durch Handſchlag. Verworrene Reden ſchall⸗ ten durcheinander; Keinem ahnte Gutes.
„Woher kommt Ihr ſo plötzlich? Und welche Nach⸗ richten bringt Ihr uns, Graf Mansfeld?“ fragte endlich der Greis Caplicz, bis zu deſſen Platz der General jetzt hinangedrungen war, im geſchäftlichen Tone des Vor⸗ ſitzenden.
„Ihr ſollt's erfahren! Gebietet Stille, und gebt mir das Wort!“ erwiderte Mansfeld.— Es geſchah wie er verlangte.—
„Jetzt ihr Herren“, hub er an, und tiefer Zorn malte ſich in ſeinen Zügen,„beginnen ſie zu reifen, die Früchte eurer Unſchlüſſigkeit, eurer Eiferſucht, eures Haders, eures Gei⸗ zes, eurer ſchlechten Anſtalten! Zehn mal habe ich ge⸗ ſchrieben um Geld zum Sold für die Truppen, um Ver⸗ ſtärkung; Alles vergeblich! Ich bin ſelbſt gekommen als ungeſtümer Mahner und Antreiber! Viele Worte be⸗ kam ich, aber keine Hülfe, keinen Gulden, keinen Mann! Boucquoi und Dampierre verſtärkten ſich von Tag zu Tag und ſogen das Land aus mit Plündern, und erbitterten das Volk durch Brennen und Sengen, durch Mishandeln der Bewohner, ohne Unterſchied von Alter und Geſſchlecht! Längſt hätte ich ſie herausgeſchlagen, bis zur Donau hin⸗ unter, und das unglückliche Böhmenland frei gemacht, wenn


