Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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der Stille den einzigen wahren, den edeln Kurfürſten für unſere Wünſche zu gewinnen.

Abermals ergriff allgemeines Staunen die Verſammlung, und machte ſich in einem Ausruf der Verwunderung Luft.

Ja! Hier unſer würdiger Vorſitzender, er deutete auf den Greis Caplicz,Graf Schlick, Wenzel von Rau⸗ powa, Herr Martin Frühwein und noch mehrere andere Freunde, wir hatten in der Stille den Beſchluß gefaßt, den Kurfürſten zu erforſchen, um zu wiſſen was wir hier in der Verſammlung vorſchlagen durften. Ihr waret da⸗ mals in Mähren, Freund Olbramowitz. Mich traf die Wahl für den Auftrag. Ich fand zu Heidelberg einige der Räthe günſtig für uns geſtimmt, andere wider uns; der Kurfürſt war anfangs ſchwankend, zuletzt eher abgeneigt. Auch der Herzog von Anhalt, ſein Statthalter zu Amberg, den ich beſuchte, war gegen uns.

Auch Der iſt jetzt für uns! ſagte Olbramowitz mit Sicherheit.Das Alles hat die Tapferkeit unſeres betr, bewirkt. Seit Wien zittert, ſtehen unſere Freunde feſt..

Heil uns! rief Caplicz in edler Bewegung aus,u und Dank unſern tapfern Kriegern!

In dieſem Augenblick wurde die Saalthür raſch geöff⸗ net. Aller Blicke wandten ſich verwundert dahin. Ein Mann, den Mantel um die Schultern geſchlagen, den Kopf mit einem ſchwarzen Tuch umwunden, deſſen Schwert an der Seite und klirrende Sporen an den Stiefeln auch in dem halbdunklen Raum ſogleich den Kriegsmann erkennen ließen, trat ein.

Was iſt Euer Begehr, fragte Caplicz von Sulewicz erſtaunt über dieſes Eindringen eines Fremden.

Es iſt mir lieb, daß ich euch Herren hier gleich Alle beiſammen treffe, antwortete eine rauhe Stimme, und der