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uns. Die Tochter des Königs von England ſieht es als eine Pflicht der Ehre ihres Gatten an, daß er einen Königs⸗ thron nicht von ſich weiſe, zu dem ihn das Schickſal beruft! Das weiß ich von ſicherſter Hand!“
„Auch darin habt Ihr Recht, Olbramowitz“, antwor⸗ tete der Kanzler.„Allein der Kurfürſt ſelbſt iſt zweifel⸗ haft, und wichtige Männer in ſeiner Umgebung ſind anderer Anſicht.“
„Das hat ſich geändert! Es war ſo! Ja!“ ant⸗ wortet Olbramowitz.„Allein unſer Waffenglück hat die Wetterfahne gedreht. Seit Thurn Mähren genommen hat, ſeit die dortigen Stände ſich für uns erklärt haben und unſer Heer in Oeſterreich einrückt, lautet die Melodie an⸗ ders, die man zu Heidelberg ſingt. Ich darf's Euch ver⸗ ſichern!— Mit einem Wort, Ihr Herren“, ſprach er frei heraus,„ich habe mich ſelbſt überzeugt!“
Alle ergriff ein großes Erſtaunen.„Ja! Ich war ſelbſt zu Heidelberg!...“ Es entſtand eine allgemeine tiefe Stille der Verwunderung.„Ich weiß“, fuhr der Redner, mit einem Blick auf Budowa fort,„daß auch Andere unter uns hochehrenwerthe Männer ſchon dort ge⸗ weſen ſind. Nur drei Wochen zuvor! Damals war das Fahrwaſſer freilich zweifelhaft— jetzt hat es Strom und Tiefe! Wir dürfen, mein Wort zum Pfande, uns jetzt offen an den Kurfürſten wenden, ſeine Antwort wird nicht Nein lauten!“
„Wenn Ihr deſſen ſicher ſeid, Olbramowitz“, rief Budowa freudig und ſtand auf,„ſo wollen wir Gott dan⸗ ken. Ich war am Hofe des Kurfürſten! Warum ſoll ich's jetzt leugnen? Mehrere der Herren hier wiſſen es nicht nur, ſondern wußten es zuvor, und hatte meine Reiſe, die, wie mancherlei Zwecke ich auch dafür vorgegeben, doch in


