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von Halberſtadt“, antwortete Scultetus,„und hat die Jagd mitgemacht!“
„Ja, ich glaube, er möchte feſter im Sattel ſein als auf der Kanzel“, bemerkte ein anderer Herr, der Freiherr von Steklenberg,„ich lernte ihn ſchon vor drei Jahren in Braunſchweig ſelbſt kennen, da hieß er nur der tolle Herzog Chriſtian. Auf einer Eberjagd bei Blankenburg im Harz hatte er....“
„Pſt, da iſt er“, unterbrach ihn der Graf Erbach,„er führt Ihro Gnaden die Frau Kurfürſtin!“
Alle wandten ſich dem Eingang zur Terraſſe zu, in welchem ſoeben die junge Kurfürſtin Eliſabeth am Arme des Herzogs Chriſtian erſchien, der ein ritterliches, gewandtes Aeußere, aber zugleich in ſeinem ganzen Weſen etwas ſo jeden Zwang keck Wegweiſendes hatte, daß er faſt über⸗ müthig erſchien. Gegen die ſchöne Fürſtin aber benahm er ſich mit der ergebenſten Zuvorkommenheit.
„Bonjour Messieurs“, grüßte dieſe, indem ſie lächelnd im Kreiſe umherſchaute, die ſich tief verbeugenden Herren. Sie ſprach, eine Engländerin von Geburt, Tochter Jakob's I., nur engliſch und franzöſiſch, was die Herren am pfälziſchen Hofe etwas in Verlegenheit ſetzte, da die franzöſiſche Sprache nur Wenigen, die engliſche Keinem geläufig war. Doch das über⸗ aus freundliche, leutſelige, ja zuvorkommende Weſen der Fürſtin, das ſie trotz eines ſehr ſtolzen Gefühls ihres Ran⸗ ges und ihrer königlichen Abſtammung beſaß, glich die klei⸗ nen Lücken und Unebenheiten, die ſich aus der mangelhaften Sprachkenntniß erzeugten, vollkommen wieder aus. Weniger war dies bei den zahlreichen Engländern der Fall, die ſich ſtets in ihrer Umgebung befanden. Dieſe hatten keineswegs die Art, ihre ſprachliche Unbeholfenheit in dem fremden Lande durch Höflichkeit vergeſſen zu machen.


