Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Scultetus wiegte leiſe ſummend das Haupt.Verſtehe, ganz recht! Alle Drei traten jetzt möglichſt abwärts von der Dienerſchaft zuſammen und beſprachen ſich in leiſen Worten. Scultetus, mit welchem der Kanzler auf Came⸗ rarius' Rath ſchon Vormittags eine Unterredung gehabt, verſicherte trotz der gedämpften Stimme in ſalbungsvollem Tone:Ja, ich ſehe, je mehr ich die Angelegenheit erwogen habe, eine ganz beſondere Fügung des Herrn darin, daß einem ſo echt proteſtantiſchen Fürſten, wie der Kurfürſt, eine ſo wichtige Aufforderung, für den gereinigten Glauben zu wirken, zugeht. Er würde als Monarch von Böhmen ein auserwählter Streiter des Herrn, ein Hort und Pfeiler der Kirche ſein.

Man vernahm jetzt den Hörnerklang ganz nahe. Zu erblicken war indeſſen von dem Zuge nichts, da er durch das Schloß ſelbſt verdeckt blieb.

Mehrere Herren vom Hofe, die zur Tafel geladen wa⸗ ren, hatten ſich inzwiſchen auf dem Altan verſammelt. Der Hofmarſchall von Sickingen drängte ſich plötzlich eilig zwi⸗ ſchen ihnen hindurch und ging auf Wenzel von Budowa zu.

Darf ich Euch bitten, mir zu folgen, Herr Kanzler, redete er ihn an,Se. Gnaden der Herr Kurfürſt wird im Hofe abſteigen und ſich dann in die Halle begeben, wo ich Ew. Edlen vorzuſtellen den Befehl habe.

Beide gingen.

Wir werden eine muntere Tafel heut haben, Herr Hofprediger, fing einer der Herren, der Graf Erbach, zu Scultetus gewendet, an.Der Herzog Chriſtian von Braunſchweig iſt geſtern zum Beſuch eingetroffen und hat die Jagd mitgemacht. Das iſt ein Herr! Der hat den Mund auf dem rechten Flecke!

Ei, ei! Wenn ich nicht irre, episcopus designatus