Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Es iſt noch nicht beſchloſſen, aber der Beſchluß iſt

unvermeidlich. Glaubt mir, theurer Herr, wer die Stim⸗

mung der Böhmen kennt, der weiß, daß der böhmiſche Königsthron erledigt iſt!

Verhängnißvolles Ereigniß! rief der Rath aus und ſtand raſch auf.O, mein hochverehrter Herr, ich be⸗ ſorge, ihr habt euch da einen furchtbaren Abgrund ge⸗ öffnet, der mehr verſchlingen kann als ihr meint!

Nicht wir; das unvermeidliche Schickſal, die ſichtliche Fügung Gottes, laßt mich ſagen, haben uns auf dieſe ge⸗ fährliche Stelle, denn der Gefahr verſchließen wir unſer Auge nicht, gedrängt! Drum ſchauen wir uns um nach Hülfe, nach Rettung, und wir haben unſern Blick hier⸗ her gerichtet!

Hierher? fragte der Rath und ſah den Redner mit ahnungsvoller Miene an.

Ja, hierher! Euer gnädiger, liebreicher, glaubens⸗ eifriger Herr, der Führer und Schutzherr des proteſtanti⸗ ſchen Fürſtenbundes, wenn er der Führer und Schutzherr Böhmens würde..... 44

Um Gottes Willen! Welch ein vermeſſener Plan, theurer Herr! rief der Rath.In welche Kämpfe und Gefahren wollt Ihr unſern Fürſten, unſer Land ſtürzen! Ein geſalbter Herrſcher ſollte den Arm wider den andern erheben? Alle Fürſten des Reichs würden wider unſern gnädigſten Herrn ſein, der Kaiſer ſelbſt, wenn Deutſch⸗ land ſein neues Oberhaupt gewählt hat, würde ihn ver⸗ dammen, mich dünkt, die Acht ſchwebt ſchon über ſeinem Haupte!..... 4

Wenn Ferdinand die Kaiſerkrone empfängt dann freilich! unterbrach ihn der Kanzler.Laßt mich abbrechen, theurer Herr, ſagte er ſeufzend,ich ſehe wohl, Ihr ſeid

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