Teil eines Werkes 
2. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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amtlichen Arbeiten harmlos in ſeinem Garten arbeitete und eben die Weinſtöcke aufgebunden hatte, die ſchon friſche Augen trieben und den Laubgang, der ſich am Rande der Höhe hinzog, ſpäter beſchatten ſollten.

Ein fremder Herr, lieber Vater, ſprach die an⸗ muthige Führerin,der dich zu ſprechen wünſcht.

Vergebt mir, Herr Rath, daß ich Euch noch ſo am ſpäten Abend aufſuche und in Euren Erholungsbeſchäfti⸗ gungen ſtöre, begann der Kanzler.Allein ich habe etwas Dringendes und Wichtiges mit Euch zu beſprechen, das nicht wol Aufſchub duldet.

Vergebt nur Ihr, mein werther Gaſt, antwortete der Rath, ein Mann von etwa ſechzig Jahren, dem ſchon graues Haar das Haupt bedeckte,daß Ihr mich hier als Gärtner nicht im Weinberge des Herrn, ſondern in mei⸗ nem eignen antrefft. Und wer ſchenkt mir, wenn ich Euch mit dieſer Frage empfangen darf, die Ehre eines ſo ſpäten Beſuchs?

Ich komme aus Böhmen, aus Prag; ich bin der Kanzler Wenzel Budowa von Budowecz.

Herr Kanzler, erwiderte Rippell, indem er ſich ehr⸗ furchtsvoll verbeugte,ich heiße Euch beſtens willkommen. Und was führt Euch unter mein unſcheinbares Dach?

Es ſind Angelegenheiten, die ich nur mit Euch allein beſprechen kann, lautete Wenzel's Antwort.

Agathe, rief dieſer,eile hinunter und zünde die Kerzen in meinem Arbeitszimmer an, ich komme gleich mit dem Herrn hinab.

Das leichtfüßige Mädchen flog den Berg hinunter.

Wollen wir meiner Tochter ſogleich nachfolgen, Herr Kanzler? fragte der Rath,oder beliebt es Euch, noch hier zu verweilen?

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