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Generalwachtmeiſter von Fels, den ſie geſtern Abend bei Horky jenſeit Czaslau traf; gleichzeitig ging ſie über Neu⸗ haus durch den Grafen Kinski ein!“
„Es iſt ſo!“ ſagte Thurn, nachdem er geleſen.„Fer⸗ dinand ſitzt jetzt auf Mathias' Thron!“
„Was ſollen wir von ihm erwarten“, rief der Kanzler mit tiefem Schmerz,„der unſern Glauben ausrottete mit erbarmungsloſer Gewalt in ſeinem Erblande Steiermark!“
„Er gewährt nimmermehr, was wir verlangen!“ ſprach Caplicz und ſchüttelte bekümmert ſein greiſes Haupt.
„Und ihm gegenüber wäre es kaum genug!“ ſetzte Thurn hinzu.
„So fahrt hin, ihr Hoffnungen des Friedens!“ ſeufzte der Greis.
„Nun denn“, rief der entſchloſſene Mansfeld und hob das Haupt trotzig, indem er die Linke in die Seite ſtemmte, „ſo mag er den Krieg verſuchen! Mir iſt's recht!“
„Ja, jetzt iſt Krieg die Loſung“, ſtimmte Thurn eifrig ein.
„Krieg!“ riefen die Männer erhitzt.
Die Frauen ſtanden ſtumm erſchüttert.
„Laſſen wir ihn wählen“, ſprach Thurn mit ermuthi⸗ gendem Tone,„ob er Krieg oder Frieden will. Und wählt er den Krieg, ſo wollen wir fechten um Haupt und Herd! Jetzt gilt kein Säumen! Denn raſcher wird er ſein als Mathias!— Trinkt einen letzten Becher mit mir, Freunde!“ forderte er auf und ergriff ſeinen Pokal;„dann auf der Stelle fort ins Schloß zur Berathung; ich ſende zu allen Directoren!“
„Wir müſſen ihm über den Hals, wie ein Schloßen⸗ wetter!“ rief Mansfeld und ſchlug auf den Degen, den er ſchon umgeſchnallt hatte.


