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geordnet um die Schläfe; er ſah aufs äußerſte ange⸗ ſtrengt aus.
„Hauptmann Nechodom“, redete Thurn ihn begrüßend an,„was führt Euch hierher? Ihr ſeht ja ganz ermattet aus!“
„Ich bin ſeit geſtern Nachmittag dreizehn Meilen ge⸗ ritten, Herr Graf“, antwortete Xaver, indem er den Brief an Thurn übergab,„um Euch dieſe wichtige Depeſche eiligſt zu überbringen!“
Es lag etwas ſo eigenthümlich Feierliches in ſeinen Worten, daß Aller Augen erwartungsvoll an ihm hingen, und plötzlich die tiefſte Stille in dem eben noch ſo heitern Kreiſe herrſchte.
„Als ob er eine Siegesnachricht brächte“, murmelte Mansfeld vor ſich hin,„ſieht er nicht aus! Es kann doch keine Affaire vorgefallen ſein?“
Inzwiſchen hatte Thurn die Depeſche geöffnet, einen Blick hineingeworfen, und plötzlich rief er erſchüttert aus:
„Der Kaiſer iſt todt!“
„Der Kaiſer todt?“ tönte es wie aus Einem Munde, und Alle ſprangen auf.
„Fels ſchickt mir die Nachricht! Am 20. März Mor⸗ gens ſechs Uhr!— Vor vier Tagen!“
Ein ſtarres Schweigen herrſchte. Alle waren über⸗ wältigt vom Gewicht des Ereigniſſes.— Thereſe ſtand an Xaver geſchmiegt. Nur ein leiſer Seufzer ſchwebte über ihre kaum bewegten Lippen.
„Iſt das außer Zweifel?“ brach Mansfeld zuerſt das Schweigen.
„Außer Zweifel, General“, nahm Xaver das Wort. „Die zuverläſſige Botſchaft kam durch einen Eilboten aus Znaym an den Grafen Schlick, dieſer ſandte ſie an den


