Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Wir wollen Sorge tragen, ſcherzte der Kanzler Bu⸗ dowa,daß, falls der Kurfürſt ſelbſt zum Congreß nach Eger kommt, in den Seſſionen nicht zu viel Wein einge⸗ ſchenkt wird. 4

Recht, recht! lachte Mansfeld hell auf,Tinte, faß⸗ weis! Die will ich euch gönnen und euch nicht darum beneiden! Macht dann nur euren Frieden von Tinte und Papier. Allein bis ihr ihn nicht ſicher zu Stande gebracht, ſchnalle ich meinen Degen nicht ab!

Gut, gut, wir ſind eins! entgegnete der Kanzler. Sorgt Ihr für den Krieg, wir wollen für den Frieden ſorgen. Si vis- pacem, para bellum! Das gilt hier und überall! Ich trete dem Wunſche unſers ehrwürdigen Freun⸗ des Caplicz bei und wünſche den Frieden, und meine Hoffnung iſt, daß wir einen feſt geſicherten zu Stande brin⸗ gen. Nochmals alſo: dem Frieden!

Alle erhoben die Gläſer, und wie ſie vorher nach Ca⸗ pliez ernſten Friedensworten in einer ſtillen Weiſe den Trink⸗ ſpruch ausgebracht, ſo geſchah es jetzt mit belebter Freude, in zuverſichtlicher Hoffnung.

Thereſe, welche ſchweigend, doch in ernſteſter Theil⸗ nahme dem Geſpräch gefolgt war, hatte eben zufällig den Blick auf die Thür geheftet.Xaver! ertönte plötzlich ihr freudiger Ruf; ſie flog vom Seſſel und lag im Arme ihres Gatten.

Was Teufel, unſer Hauptmann! rief Mansfeld.

kaver, der eine Dienſtpflicht zu erfüllen hatte, entwand ſich halb verlegen dem Arme Thereſens, und ging, eine Depeſche in der Hand, auf Thurn zu. Sein Ausſehen ſtach ſeltſam ab gegen das der Gäſte. Er war ganz durch⸗

näßt, Stiefel, Mantel und Collet mit Koth beſpritzt, das Haar, er hatte den Helm in der Hand, hing ihm un⸗ 13**