Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Wenzel von Budowa nahm das Wort:Ihr habt wol Recht, alter Freund. Die Bedingungen, die wir ſtellen, müſſen freilich den Kaiſer hart angehen, allein wir haben die Sache nicht auf den ſchlimmen Punkt getrieben, und ſoll Böhmen Sicherheit und Ruhe haben, vermag ich keine an⸗ dern Grundlagen dafür vorzuſchlagen.

Das wirkliche Vertrauen wird ſich wiederfinden, wenn unſere Zuſtände erſt geſichert ſind, ſagte ruhiger Thurn; wir werden dem Kaiſer bei jedem ſonſtigen Anlaß zeigen, daß wir ihm treu ergeben bleiben. Es ſoll nur zwiſchen ihm und uns keine verfälſchende Partei mehr ſtehen!

Da habt Ihr Recht, rief Mansfeld dazwiſchen; die Schwarz⸗ und Braunkutten, die Kapuzen und Glatzen ſind es, die ewig Pfeffer in den Brei rühren! Fort mit ihnen! Er trank ſein Glas aus und ſetzte es hart auf den Tiſch.

Wenn wir dies glückliche Ziel nur err kichene meinte Caplicz nochmals bedenklich.

Wir werden! entgegnete Thurn;laßt uns nur in Eger erſt zur Beſprechung kommen! Unſer Freund Budowa hier er winkte ihm grüßend mit dem Becher zu, Martin Frühwein und Schlick, ſie werden unſere Sache zu führen wiſſen und die deutſchen Fürſten überzeugen, daß wir nicht anders können.

Ich hoffe es, entgegnete Budowa ernſt.Und der Kurfürſt von Sachſen, denke ich, wird unſere feſteſte Stütze ſein!

Wenn nur der Herr Johann Georg nicht auch ſo unter die Schwarzröcke duckte, warf Mansfeld ſpöttiſch ein. Da iſt ſein Hofkaplan, der Herr Hoe von Hoenegg, der gießt auch lieber Oel ins Feuer als ins Waſſer! Er iſt ein eifriger Proteſtant, bemerkte Budowa.