Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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den Becher hin,ich bringe es dem Bezwinger Pilſens!

Bah! Nicht der Rede werth! antwortete Mansfeld, ſtieß aber friſch an, und wiederum erklangen die Becher und lauter Zuruf rings an der Tafel.

Wenn's Wien geweſen wäre, Ihr Herren! nahm Mansfeld das Wort wieder auf und ſah vergnügt im Kreiſe umher.Dafür hätte ich die Acht, die der Kaiſer über mich geſprochen, nicht zu theuer gekauft! Aber Pilſen da muß ich noch etwas thun, um den Achtbrief abzuver⸗ dienen, den Pater Lamormain und Erzherzog Ferdinand dem kranken Kaiſer wider mich abgepreßt haben!*) Nun, kommt Zeit, kommt Rath! Ich will ihnen nichts ſchuldig bleiben!

Gewiß, doch es läßt ſich nicht Alles zugleich thun, antwortete Thurn.

Wien liegt auch nicht außerhalb der Welt! rief Mansfeld.Sind die Türken ſo weit vorgedrungen.... Von Prag nach Wien iſt nicht ſo weit als von Konſtanti⸗ nopel!.

Laſſen wir die Zukunft, nahm der würdige Wenzel von Budowa das Wort,aber vergeſſen wir die Ab⸗

weſenden nicht. Ich bringe den Becher dem wackern

Grafen Joachim Andreas von Schlick!

Recht ſo, alter Herr von der Feder, ſtimmte Mans⸗ feld ein,Ihr lehrt uns, was wir vom Degen hätten thun ſollen! Schlick ſoll leben! Bei meiner Ehre, er hat gut dahinter gebürſtet! Es klitzelte mich ordentlich, daß er dem Boucquoi den geſtohlenen Rahm von den Milchtöpfen

Böhmens wieder abgeſchöpft hat. Der Herr Feldmarſchall

*) Hiſtoriſch.