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Das Geſpräch hatte ſich auf die glücklichen Hoffnungen gewandt, die ſich für Böhmen und ſeine Zukunft aufzuthun ſchienen. Aller Mienen erheiterten ſich dabei, wie die Män⸗ ner einig in der Anſicht waren, daß nun ein ſchönerer Tag für Böhmen anbrechen werde. Nur Thereſe blieb ernſt an Manfeld's Seite.
„Ei“, ſagte dieſer zu ihr,„Ihr bleibt ſo ſtumm? Ich kann mir denken, daß Euer Herz und Eure Gedanken weit von hier ſind!“
„Nein, Herr Graf, Ihr irrt!“ antwortete Thereſe. „Mein Sinn und Herz iſt voll von Dem, was Alle hier erfüllt. Allein es kann ſich ſo ſicherer Hoffnung nicht hin⸗ geben, nur weil im Augenblick die Sonne lächelt.“
„Ei“, rief Mansfeld heiter,„Ihr taugtet gut zum Feldherrn, ſchöne junge Frau! Wollten wir trauern und beſorgt ſein, wenn die Schlacht gut ſteht, wenn der Feind uns den Rücken wendet, was ſollten wir thun, wenn es uns an Hals und Kragen geht? Seid frohen Muthes! Darauf wollen wir anſtoßen!“
Er nöthigte ſie, mit ihrem kleinern Kryſtallglas an ſei⸗ nen großen Prachtpokal voll funkelnden Weines zu ſtoßen.
„Ueberhaupt“, ſprach er heiter,„wir ſchulden noch manche Geſundheit. Die unſerer ſchönen Frauen am Tiſch ſpare ich mir bis zuletzt“, wandte er ſich galant zur Gräfin Thurn;„jetzt bringe ich's— Ihr müßt zuerſt mit mir anſtoßen, Thurn!“ rief er fröhlich zu dieſem hinüber—
„jetzt bringe ich's dem wackern Feldherrn, der bei Lomnitz
ihrer Zwei geklopft hat!“
Die Tiſchgäſte ſtimmten mit frohem Ruf und Becher⸗ klang ein.
„Ich bringe es“, erhob ſich Thurn, nachdem der fröh⸗
liche Lärmen etwas vorüber war, und hielt Mansfeld


