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Unterburggrafen von Karlsſtein, dem Thurn die Seinigen in Obhut gegeben und der ſie ihm aufs beſte behütet hatte.
Wie entfernt Thereſe in ihrer Einfachheit dem durch Rang und Ruhm glänzenden Grafen Mansfeld ſtand, ſo war es doch gerade ſein kriegeriſcher Glanz, der ihrem für jeden kühnen Aufſchwung begeiſterten Sinne einen warmen, ehrfurchtsvollen Antheil für den Mann einflößte, welcher ſein Schwert einer Sache weihte, der ſie ſo ganz hinge⸗ geben war.
Thurn ſtellte ſie ihm mit den Worten vor:„Das iſt die junge Gattin des jungen Kriegsmannes, den ich Euch nach Bamberg ſandte.“
Mansfeld erwiderte derb, heiter:„Der hat mir gefallen! Das iſt ein wackerer Geſell! Der verdient eine ſo hübſche junge Frau!“
Ueber Tiſch war das Geſpräch anfangs vereinzelt ge⸗ weſen; doch allmälig wurde es allgemeiner und lebhafter, und vollends da beim Nachtiſch der edelſte Tokayer in hel⸗ len Kryſtallgläſern, in ſilbernen Bechern und Ehrenpokalen funkelte, deren koſtbarſter vor Mansfeld ſtand, ſchlug die geiſtige Flamme immer höher auf. Sie hatte an den großen Ereigniſſen und wichtigen Wendepunkten der Zeit auch den reichſten Nahrungsſtoff. Der Ernſt der Gegenſtände hin⸗ derte nicht, daß ſie auch oft mit Friſche und Heiterkeit be⸗ rührt wurden; denn der Geiſt des Weins und der Geſellig⸗ keit iſt einmal der Art, daß ſein lebendig entwickelter Ein⸗ fluß einen heitern, wenigſtens einen hoffnungs⸗ und lebens⸗ reichen Schimmer ſelbſt auf den dunkelſten Hintergrund des Lebens wirft.
Vor Allen war es Mansfeld, der, des Krieges und ſeines Würfelſpiels um Leben und Tod am gewohnteſten den fröhlichen Augenblick fröhlich zu nutzen wußte.


