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und einigen ſeiner vertrauteſten Freunde in den öffentlichen Angelegenheiten, den angeſehenſten Männern im Krieg und im Rath, ſaß er in ſeinem Hauſe zu Tiſch. Unter den Gäſten war auch Mansfeld; er hatte ſeinen Platz zur Rechten der Gräfin Eliſabeth. Zu ihrer Linken ſaß der ehrwürdige Greis Caplicz von Sulewiez; neben ihm, der eigenthümlichſte Gegenſatz von Jugend und Alter, die ſechzehnjährige Thekla, der die Mutter lieber den Platz an der Seite des frommen, milden Greiſes angewieſen hatte als an der des Kriegshelden, der, wie gewandt er ſich in die glatteſten Sitten der Höfe zu ſchmiegen wußte, doch aus Neigung lieber die ungezwungenen und derberen Gewohn⸗ heiten des Lagers beibehielt.
Thereſe, welche ſeit ihrer Verheirathung ganz wie eine Genoſſin des Hauſes betrachtet wurde, da Xaver mit dem Range eines Hauptmanns im Heere diente, ſaß an Mans⸗ feld's Seite. Er ſelbſt hatte ſie ſich mit einem Scherz zur Nachbarin gewählt. Denn als die Gräfin, die er zur Tafel geführt, ihm Thekla gewiſſermaßen entzog, da ſie ſie an Caplicz' Seite wies, während ſie ſelbſt zwiſchen dieſer und Mansfeld trat, ſagte er lachend:„Ich ſehe, die Gräfin vertraut mir wildem Kriegsmanne die Tochter nicht an. So will ich denn der Beſchützer dieſer jungen Frau werden, und ſie ſoll nachher Zeugniß ablegen, ob Graf Mansfeld ſich unritterlich benommen hat!“
Die Gräfin antwortete mit einem zuſtimmenden Lächeln, und ſo war Thereſe die Nachbarin des berühmten Feldherrn geworden. Neben ihr, zu ihrer Linken, ſaß der junge Heinrich Thurn; an deſſen Seite Wolodna. Auf der andern Seite des länglich runden Tiſches hatte Graf Thurn ſelbſt den Mittelplatz, ſeiner Gemahlin gegenüber, zwiſchen dem würdigen Wenzel von Budowa und Otto von Loß, dem


