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Vierundvierzigſtes Capitel.
Während deſſen hatte ſich die Nachricht, daß der Kaiſer an dem äußerſten Grenzpunkte des Daſeins ſtehe, durch die Burg und weiter verbreitet. Daß der Beichtvater gerufen worden war, bedeutete Allen das Unvermeidliche der Ent⸗ ſcheidung.—
Das Vorzimmer füllte ſich mit beſtürzt Herbeieilenden, unter ihnen die Männer des höchſten Ranges, der wichtig⸗ ſten Stellung. Lamormain, deſſen lauſchendes Ohr überall hinreichte, war der Erſte, welcher eintrat, faſt un⸗ mittelbar nachdem der Arzt und Balthaſar das Kranken⸗ zimmer verlaſſen hatten. So ſchnell war ihm durch ſeine Vertrauten in der Umgebung des Königs von Ungarn die wichtige Kunde zugegangen, daß derſelbe plötzlich an das Sterbebett des Kaiſers gerufen war. Und die unermeßliche Bedeutung des Ereigniſſes ſchnell erfaſſend, war er auf der Stelle herbeigeeilt; denn gleich im erſten Augenblicke konn⸗ ten die wichtigſten Maßregeln zur Vorbereitung und Ab⸗ wehr des Künftigen getroffen werden. Mit Alles ins Auge faſſender Umſicht hatte er auch ſofort den Fürſten Eggen⸗ berg benachrichtigt, der Ferdinand's vertrauteſter Geſchäfts⸗ rath war. Als Lamormain das Gemach betrat, wandte ſich ſein ſcharfes Auge ſogleich forſchend umher, um zu ſehen, wer bereits anweſend ſei. Er erblickte nur den Beichtvater des Kaiſers Mathias, den Pater Chryſoſtomus von den Benedictinern. Sogleich ging er auf dieſen zu, und der Beichtvater des Kaiſers, der den Thron beſteigen ſollte, begrüßte mit dem Schein frommer Ehrfurcht den des abſcheidenden, der


