Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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im Schlaf Redenden durch die Beklemmung des Athems haben.Anna, bitte ihn! ſetzte er hinzu.

Fieberträume! ſprach der Arzt leiſe, zu Balthaſar gewandt.

Von dem ſeligen Kaiſer und der Kaiſerin, antwortete Balthaſar ebenſo und trat auf den Zehen näher. Beide hingen mit Auge und Ohr lauſchend über dem Bett des Kaiſers. Er ſprach nicht mehr, aber bewegte die Hand, wie ſuchend.

Se. Majeſtät ſucht, will es mir ſcheinen, die Hand Dero verklärten Bruders, ſagte Gisbertus, trotz ſeiner ſteiffeierlichen Gewohnheit, ſehr bewegt und legte ſeine ei⸗ gene Hand in die des Kranken; da fühlte er einen warmen innigen Druck. Er ward von tiefer Rührung ergriffen, denn er kannte, wie Alle, das feindſelige Verhältniß, das die Brüder im Leben auseinandergehalten hatte, nur zu gut.

In Sr. Majeſtät Gemüth ſind Liebe und Verſöh⸗ nung, wandte er ſich zu Balthaſar.Dero Druck der Hand iſt innig, und kräftiger als ich gemuthmaßet!

Vielleicht hat der Schlaf ihn geſtärkt, vielleicht erholt er ſich ganz, entgegnete Balthaſar, und ein freudiger Schimmer überglänzte ſein naſſes Auge.

Mit verſtärkter Gewalt brauſte in dieſem Augenblicke der Wind auf und zugleich ertönte der dumpfſchauerliche Klang eines Glockenſchlages, der das erſte Viertel der Stunde auf einem der nahen Kirchthürme anſchlug. Es klang wie ein ehernes Nein als Antwort auf Balthaſar's Hoffnungsfrage.

Der Kaiſer erwachte, wie es ſchien von dem Geräuſch. Er ſah lange mit weit offenem, ſtaunendem Blick um ſich her; es war ſichtlich, daß er ſich noch nicht wieder aus dem Traum in die Wirklichkeit zurückfinden konnte. Nach