Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Augenwimpern hat zucken ſehen. Wir ſind verloren, wenn er uns anhält. Glücklicherweiſe kam uns ein Trupp von Landleuten entgegen, die uns, als ſie zwiſchen ihm und uns waren, ſeinen Blicken entzogen. Dieſen Zeitpunkt nutzten wir und flüchteten wie geſcheuchte Gemſen in die Gaſſen der Kleinſeite. Fabricius zog mich immer nach ſich; ehe ich mich's verſah, befand ich mich in einer dun⸗ keln Hausflur. Hier weiß ich Beſcheidy, flüſterte er, chier iſt ein Durchgang! Durch einen gewundenen Hof und eine kleine Pforte erreichten wir eine andere Gaſſe und dann auf Umwegen das Ufer der Moldau. Fabricius be⸗ hauptete, wir wären keinen Augenblick mehr ſicher in Prag; man werde nach allen Thoren hin Nachricht geben. Und ſo entſchloß ich mich in der That ſofort auf einem Nachen mit Fabricius denſelben Weg der Flucht anzutreten wie beim Ausbruch der Unruhen!

Sehr richtig gehandelt, ſprach Lamormain jetzt lobend.

Die Vorſicht war wirklich nicht zu groß geweſen. Denn als Fabricius einen Vertrauten nach Prag ſandte, um einem ſichern Freunde Nachricht zu geben und von ihm Erkundigungen einzuziehen, erfuhren wir, daß ſchon am nämlichen Tage Nachforſchungen an verſchiedenen Orten ge⸗ ſchehen und Befehle an den Thoren gegeben waren, alle Ein⸗ und Ausgehenden ſcharf zu unterſuchen.

Lamormain ſummte ſein:Hm, hm!

Es wurde uns zugleich angerathen uns ſo ſchnell als möglich und in der tiefſten Verkappung aus Böhmen zu entfernen.

Doch getrennt?

Natürlich. Fabricius ging nach Sachſen.

Nach Sachſen? Mit Aufträgen von Slawata? frug Lamormain argwöhniſch.