„Wir ſind unter Zweien, Pater Thyßka, aber übereilt Euch nicht öffentlich auch nur mit der Wiederholung eines ſolchen Fluchwortes!“ antwortete Lamormain ruhig.— „Wolodna nanntet Ihr den Mann, der Euch begegnete?“ fuhr er fort.„Wo iſt mir doch der Mann ſchon vorge⸗ kommen?“
„Der Präſident Slawata wird Euch davon erzählt ha⸗ ben; er war Förſter auf der Herrſchaft....“
„Richtig“, fiel ihm Lamormain ins Wort,„er hängt mit der Angelegenheit von Kloſtergrab zuſammen! Alſo der begegnete Euch?“....
„Ob er Fabricius erkannt hatte, weiß ich nicht zu ſa⸗ gen. Allein er heftete ſo ſcharfe Blicke auf uns, daß wir nicht zweifeln konnten, es ſei ihm irgend etwas auffällig geweſen. Wir gingen ſo unbefangen als möglich unſeres Weges, doch Fabricius beſchleunigte ſeine Schritte....“
„Unbegreiflich unvorſichtig!“
„Dieſesmal, ehrwürdiger Herr, war es wol das geeig⸗ netſte; denn Wolodna, der anfangs geſtutzt hatte, dann weiter gegangen war, ſah ſich mehrmals nach uns um, dann wendete er ſich plötzlich und ging uns nach.“
„Ihr würdet das nicht wahrgenommen haben und es würde wahrſcheinlich nicht geſchehen ſein, wenn Ihr ſelbſt Euch nicht zu viel umgeſchaut hättet!“ bemerkte Lamormain.
„Das iſt gewiß richtig“, erwiderte Thyßka fügſam; „doch unſere Beſorgniß war zu groß. In Zeiten wie die jetzigen reicht ein Verdacht hin, uns auf offener Gaſſe an⸗ zuhalten, und dann mußte Fabricius erkannt, unſere Ver⸗ kappung entdeckt werden. Deshalb alſo eilten wir vor⸗ wärts. Im Gehen ſagte mir Fabricius: Dieſer Menſch iſt ein Jäger, der die Fährte eines Fuchſes ſieht und riecht; er hat mich zuverläſſig erkannt, und wenn er nur meine Rellſtab, Drei Jahre. 2. Aufl. I. 2. 12


