Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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finde dieſe Forderung außerordentlich vernünftig! Ein Heer zu halten, da ſie es einmal haben, können wir ihnen nicht verwehren! Hat der Kaiſer kein Heer, dem der Sieg gewiß iſt, entgegenzuſtellen, ſo geht er wirklich am beſten ohne Heer nach Böhmen. Und hat er eins, das des Sieges gewiß iſt, nun, ſo verweht der Wind ja von ſelbſt alle dieſe Bedingungen!— Nein, nein, ich bin ſehr zufrieden! Und habt Ihr, lieber Bruder in Jeſu, dazu beigetragen, daß Thurn und Fels ſolche Inſtructionen für die Abgeordneten durchſetzen, ſo, glaubt mir, habt Ihr uns ſehr genutzt und ich ſpende Euch gern das beſte Lob.“

Thyßka beugte ſich in Dank und Ehrfurcht vor dem mächtigen Vorgeſetzten.

„Ihr ſeid zu verſtändig, lieber Thyßka, um nicht ein⸗ zuſehen“, fuhr Lamormain mit ungemeinem Behagen fort, „daß ein wirklicher Friedensſchluß uns gar nicht ein⸗ fallen kann. Allein eine Unterhandlung, die ſich zerſchlägt, oder ein Ergebniß, das nicht dauern kann, das ſind Dinge, die uns für den Augenblick hoch willkommen ſind, da wir Zeit brauchen.— Zum 14. April will der ketzeriſche Kurfürſt von Sachſen die Verſammlung in Eger anberaumt wiſſen. Da iſt wichtige Zeit gewonnen. Ich hoffe, daß wir bis dahin vorbereitet ſein werden, andere Bedingun⸗ gen zu ſtellen. Jetzt ſind uns dieſe willkommen. Sie hindern den Abſchluß, denn ſelbſt der Kaiſer kann und wird nicht darauf eingehen; folglich dehnen ſich die Unterhand⸗ lungen aus und jeder Tag bringt uns Gewinn. Man macht ein kleines Zugeſtändniß nach dem andern, aber ſehr langſam; dadurch wächſt ihre blinde Hoffnung Alles zu er⸗ ringen; dann plötzlich bricht man ab. Sind wir erſt ſtark genug, ſo werden wir auch kurz genug ſein können! Wenn Ihr daher ſicher ſeid, daß die Herren Directoren,