Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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mit mehr als beſcheidener, mit demüthiger äußerer Hal⸗ tung,„ich habe einigen Einfluß darauf geübt, daß ſie ſie ſo hoch ſpannen.“

„Gut, gut, lieber Thyßka, ſehr gut, lieber Bruder in Jeſu“, fiel Lamormain ein.„Und welche Bedingungen glaubt Ihr, daß ſie ſtellen werden?“

„Sie werden den ganzen Trotz ihrer frühern Sprache wieder zeigen. Natürlich verlangen ſie Beſtätigung des Majeſtätsbriefes, aller Privilegien, Religionsfreiheiten“— Lamormain drückte die Lippen zu einem ſatiriſch bittern Lächeln zuſammen—„Bürgſchaft für die Ausführung derſelben!“

„Hm! hm!“ bewegte Lamormain wiegend das Haupt.

„Unſer heiliger Orden“, fuhr Thyßka fort....

„Bleibt verbannt! Natürlich!“ fiel ihm Lamormain in die Rede.

„Ebenſo der Erzbiſchof Lohelius, der Abt des Kloſters Strahow...“

„Der Prälat von Braunau, Slawata, Martiniz“, er⸗ gänzte Lamormain und wurde immer heiterer.„Gut, ſehr gut! lieber Thyßka! Alſo ganz die alten Bedingungen! Allein die Bürgſchaften; welche verlangen ſie?“

„Der Kaiſer ſoll nicht mit Heeresmacht in Böhmen erſcheinen dürfen. Sie wollen ein eigenes, ſtändiſches Heer zur Vertheidigung ihrer Rechte und Privilegien halten.“

„Natürlich!“ lächelte Lamormain.„Privilegien!“ wie⸗ derholte er ebenſo,„Rechte!“ ſprach er dann langſam mit ſcharfem Nachdruck!—„Laßt ſehen, Ihr Herren, wer ſie abwägen wird!“

„Die letzte Forderung“, bemerkte Thyßka beſcheiden, „dünkt mich doch unſerer Sache große Gefahr zu bringen!“

„Wie das? lieber Thyßka?“ fragte Lamormain.„Ich