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„Nein, nein“, unterbrach ſie Mathias wiederum in ſchmerzlichſter Aufwallung.
„Du haſt mir verſprochen“, bat die Kranke mit weichem Tone, du wollteſt mich ruhig anhören. Laß mir nur noch einige Worte,.... ſie werden mir nicht leicht!“
Der Kaiſer, im Innerſten erſchüttert, legte die Linke auf ſeine Augen, drückte mit der Rechten ſanft ihre noch immer in der ſeinigen ruhende Hand, und ſagte:„Gut, gut, Annerl, ſag' Alles, was dir auf dem Herzen liegt!“
„Ich war krank ſeit jenem Tage, Lieber, allein ich barg dir's“, begann die Kaiſerin wieder;„du haſt auf deinem Schmerzenslager drüben nichts erfahren von den Schmerzens⸗ nächten, die ich hier zugebracht. Ich hoffte es zu über⸗ winden, wenn mir beſſere Tage zu Hülfe gekommen wären. Der Vater im Himmel hat es anders gewollt! Es wurde ſchlimmer von Tag zu Tag mit dir und mir.— Das un⸗ dankbare, heilloſe Wort der Stände wider dich, die dir die Hülfe verſagen in der Noth, die Kräfte, die du ihnen gegeben, gebrauchen, um dich damit zu ſtürzen, das war der letzte Schlag für mich. Unter dem breche ich zu⸗ ſammen. Ueber zwei Wochen habe ich's ſtumm in mich verſchloſſen; nun vermag ich's nicht mehr. Ich weiß, Ma⸗ thias, es iſt mein Letztes, und ich bin dankbar dafür!“ Sie blieb einige Augenblicke ſtill, aber es war zu ſehen, daß in ihrer Seele etwas Großes ſich bewegte, endlich begann ſie mit zuſammengeraffter Kraft, indem ſie ſich in Mathias' Arm, der ſie ſanft umfaßte, aufrichtete:„Meine Tage.... ſie ſind gezählt! Allein noch iſt meine Seele klar; bald viel⸗ leicht umhüllt ſie der Nebel der Dämmerung, durch den ſie leiſe verſinkt— in die Nacht des Todes— bis ihr die Sterne jenſeits leuchten!“
Der Blick der Kranken verklärte ſich bei dieſen Worten,
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