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„Mathias“, begann die Kaiſerin, als ſie ſich mit Ma⸗ thias allein ſah, leiſe,„ ich fühle, mein Uebel iſt ernſter Art. Ich glaube nicht, daß ich von dieſem Lager wieder aufſtehen werde!“ 3
„Annerl, was ſchwatzeſt du da!“ fiel ihr Mathias be⸗ ſtürzt in die Rede.„Du warſt ja geſtern noch friſch und geſund, wie kannſt du glauben....
„Nein, Mathias“, entgegnete die Kaiſerin,„ich war geſtern nicht mehr friſch und geſund; ich war es ſchon länger nicht, allein ich hielt mich aufrecht mit aller Kraft des Willens. Nun bricht's zuſammen!“
„Das wolle der barmherzige Gott verhüten“, rief der Kaiſer und drückte ihr die Hand wärmer und beugte ſich näher über ſie.„Du wirſt Muth faſſen, mein Annerl, dich erholen!“
„Muth faſſen?“ ſagte ſie lächelnd.„Ja. Mich erholen? Nein. Muthig bin ich und auf Alles gefaßt; aber es iſt das Letzte!“——
„Du ſollſt dich nicht beunruhigen im Gemüth, du haſt's gehört“, erwiderte Mathias begütigend.
„Das will ich auch nicht“, entgegnete die Kranke ſanft, „ich ſuche mich gerade zu beruhigen. Ich habe dir Wich⸗ tiges zu ſagen. Du mußt mich ruhig anhören. Willſt du, Mathias?“ Sie öffnete ihre Rechte und empfing den Ein⸗ ſchlag der ſeinen.
„Nun ſo ſage ich's dir denn offen heraus, Mathias“, begann die Kaiſerin ſanft, feſt, mit Samming aller Kräfte, „die arge Zeit hat mir das Herz gebrochen!“ Mathias' Hand zuckte in der ihrigen zuſammen; er wollte antworten,
doch ihr Blick und ihre Worte baten ihn, ſie ruhig weiter anzuhören.„Ich habe dich gekannt in den Jahren deiner


