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Schulgenoſſen und Schullehrer, die Herren Confratres so- cietatis Jesu! O, ich kenne ſie wohl! Ich weiß wie weit euer Complot die Fäden ſpinnt. Mich wäret ihr auch gern los....“
„Oheim! Theurer Oheim!“ unierbrach Ferdinand, und ergriff ſeine Hand und drückte ſie.
„Was ſollen mir dieſe ſüßen Worte und Händedrücke!“ ließ ihn der Kaiſer hart an.„Meinſt du, ich wüßte nicht, wie du hinter der Larve ausſiehſt? Ich werde euch zu alt! Ihr meint, es ſei ſchon am Ende mit mir! Allein dem Himmel ſei Dank, ich fühle noch etwas Mark in den Knochen und werde euch zu Gefallen die Augen nicht ſo früh zumachen, als Ihr hofft.“
Der Erzherzog ſah, daß mit dem Kaiſer in ſeiner jetzi⸗ gen Stimmung nichts mehr zu beginnen war. Er ver⸗ beugte ſich daher und ſprach mit Ton und Haltung äußerer Ehrfurcht:„Ich werde Ew. kaiſerlichen Majeſtät Willen und Beſchlüſſe mit unterwürfigſtem Gehorſam vernehmen und, ſoweit an mir iſt, zur Ausführung bringen! Jeden⸗ falls....
Hier brach er raſch das Wort ab, denn der Kämmerer trat ſoeben wieder ein. Er meldete, daß er dem Geheim⸗ ſchreiber eine Wohnung in der Burg angewieſen habe, und daß derſelbe ſich bereits damit beſchäftige, den Bericht über die Vorgänge zu Prag aufzuſetzen.
„Berathen können wir darauf“, ſprach der Kaiſer bedenklich;„doch beſchließen nicht eher, bis wir auch an⸗ dere Nachrichten haben. Am 23. war es, wo der Auf⸗ ſtand ausgebrochen iſt?“.... fragte er mit eigenthüm⸗ licher Betonung.
„So war es“, beſtätigte der Erzherzog.
„Und heute ſchreiben wir den 30. oder 31.?“


