Teil eines Werkes 
1. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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main, ergänzte Erzherzog Ferdinand,hat mir den un⸗ glücklichen Mann vor einer Stunde zugeführt.

Lamormain? ſprach der Kaiſer und runzelte die Brauen.Wie ſeid Ihr denn zum Pater Lämmermann gerathen? fragte er Fabricius mit ironiſcher Betonung des Namens und einem ſeltſamen Ausdruck des Staunens, in⸗ dem er bald ihn, bald den Erzherzog ſcharf anblickte.

Der Herr Pater Thyßka, ein frommes und gelehrtes Mitglied der Geſellſchaft Jeſu, der mit mir aus Prag flüch⸗ tete, weil die Mörderſchaaren ſchon in die Beſitzungen des Ordens eindrangen, hatte mich angewieſen, ſobald ich Wien erreicht haben würde, mich an den ehrwürdigen Herrn Pater zu wenden, und hatte mir auch ein Blättchen für ihn zu⸗ geſtellt.

Die wilde ketzeriſche Rotte hat ſogleich die ehrwürdigen Mitglieder des Ordens dergeſtalt bedroht, daß ſie wol ſämmtlich aus Prag zelüchtei ſind, ſetzte der Erzherzog erbittert hinzu. 8

So thürmen ſich wieder neue Sorgen und Unruhen wie ſchwere Gewitter über unſerm Haupte auf! ſprach der Kaiſer finſter, und ſein anfänglicher Ton des Staunens war ſchon in Verdruß übergegangen.Was ſoll nun da wieder geſchehen! Wie ſoll man dieſen Strom wieder in ſein Bett zurücktreiben?

Durch alle Maßregeln der unerbittlichſten Strenge, würde ich Ew. Majeſtät anrathen, bemerkte der Erzherzog in beſcheidenem, aber nichtsdeſtoweniger nachdrücklichem 9ℳ

Tone.Wir tragen, mit Ew. Majeſtät Verlaub, die 1 Schuld früherer allzu großer Nachgiebigkeit. Wem man 1 einen Finger gibt, der nimmt die ganze Hand; vollends*

Leute ſolcher Art. Wer weiß, Herr Erzherzog, antwortete der Kaiſer in