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zog das Schwert, hob es hoch empor und rief:„Dieſe Waffe ſchütze unſer Recht! Wollt ihr mir folgen?“
Alle ſprangen auf von ihren Seſſeln; im Augenblick waren die Schwerter entblößt, und ein Ruf der Begeiſte⸗ rung, des Stolzes, des Sieges erfüllte den Saal. Mit wildem Tumult ſtürmten die Ritter auf, umringten Thurn, ergriffen ſeine Hände zu feurigem Druck, ſchloſſen ihn in ſeine Arme, er wurde faſt erdrückt!
„Ruhig, ruhig, Freunde“, bat er;„Vieles iſt zu be⸗ rathen, mit Beſonnenheit zu beſprechen! Setzt euch wieder! Ich bitte euch!“
Nur mühſam ſtellte ſich die Ruhe her, Alle waren ſo in flammenden Eifer gerathen, daß ſie ſich blind in jede Gefahr, auf jede noch ſo kühne und unbeſonnene That ge⸗ ſtürzt hätten.
„Ich habe ſchon gehandelt, Freunde“, redete Thurn ſie von neuem an, als ſie die Seſſel eingenommen hatten,„was ich euch ſo eben nur in den Hauptzügen in Erinnerung ge⸗ bracht, das iſt bereits nach genauer Berathung mit einigen der ehrenwertheſten Männer des Landes in eine Denkſchrift gefaßt, die wir als unſer feierliches Manifeſt dem Kaiſer überſenden und ſie zugleich in alle Welt ausgehen laſſen wollen, damit Niemand uns falſch nach verleumderiſchen Darſtellungen beurtheile. Wollt ihr die Schrift hören?“
„Ja, ja“, erſchallte es von allen Seiten im Saale. Einzelne riefen:„Nein! Es iſt nicht nöthig! Wir wiſſen, was geſchehen iſt! Wir unterzeichnen die Schrift, wie ſie da iſt!“
Thurn, Graf Schlick, Budowa und vor Allen der greiſe Caplicz und Andere beſchwichtigten dieſen über das Maß gehenden Eifer.
„Ihr müßt genau wiſſen, was ihr thut, lieben Freunde“,


