Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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gliedern dieſer Geſellſchaft Jeſu, die man eher eine Ge⸗ ſellſchaft des Holofernes heißen ſollte!

Lärmender Zuruf erſcholl bei dieſen Worten.

Was Wunder, daß endlich das Gefäß überſtrömte, fuhr Thurn mit ſteigendem Eifer fort.Ich will nicht loben, was vorgeſtern geſchehen iſt. Allein wer will uns verdammen? Wer da bedenkt, was und wie lange wir duldeten, der wird ſagen, wir haben Maß gehalten! Nur die Aergſten ſtrafte die heftige That des Augenblicks! Nur ſie wurden gerichtet, wie es von Alters her in Böh⸗ men Gebrauch geweſen, wenn das mishandelte Volk end⸗ lich ſelbſt Recht ſprach in eigener Sache wider beſtochene und treuloſe Richter.

Ein unermeßlicher Aufruhr erhob ſich in der Verſamm⸗ lung.Ihnen iſt Recht geſchehen! Sie haben den Lohn verdient! Niemand kann uns tadeln! erſcholl der Ruf einzelner Stimmen über den Tumult im ganzen Saale.

Freilich wird man dem Kaiſer unſere Sache nicht ſo vorſtellen! begann Thurn wiederum.Die gerechte, letzte Nothwehr, die wir geübt, nachdem alle Mittel erſchöpft waren, o, ſie werden ſie ihm als die That der ſchwärzeſten Bosheit ſchildern! Darum müſſen wir offen vor aller Welt für uns ſelbſt auftreten. Wir müſſen ihr darlegen, was uns zum Aeußerſten getrieben! Wir müſſen das freie Wort der Wahrheit ſprechen und es ſchützen durch die männ⸗ liche That! Unſer Recht, unſere Ehre, unſere Sicherheit fordern es! Denn unſere Feinde ſind wach und der Durſt ihrer Rache heiß! Böhmen! Brüder! Seid ihr meines Sinnes?

Mit dieſem Ruf trat der Graf, der die Flamme ſeines Eifers durch ſeine eigenen Worte zur höchſten Höhe ge⸗ ſchürt hatte, mitten in den Kreis der Verſammelten. Er