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Landes vertreten, willkürlich beſchränkt.*) So verkehrten und hauſten bis jetzt Diejenigen, welche im Namen des Kai⸗ ſers unſeres erwählten Königs das Land verwalten! Unſere Beſchwerden wurden nicht gehört, weil man uns beim Kaiſer verleumdete. Martiniz und Slawata, ich nenne ſie ohne Scheu, waren es, die in Gemeinſchaft mit den Jeſuiten, die uns wider Willen ins Land gedrungen ſind....“
Hier erſcholl ſtürmiſcher, bekräftigender Zuruf, ſodaß der Redner inne halten mußte; nachdem es ruhiger geworden, fuhr er fort:
„Sie ſind es, die beſtändig Gift geſäet haben in das Vertrauen und die Liebe zwiſchen dem Kaiſer und uns, ſei⸗ nen getreuen Böhmen!“
Erneuter Zuruf erſcholl.
„Sie ſchilderten uns ihm als gräuliche Ketzer, die der Hölle verfallen ſeien. Darum mußten unſere Bedrücker ge⸗ ſtürzt und dieſe ewigen Friedensſtörer, die Jeſuiten, müſſen des Landes verwieſen werden.“
Aufſtürmender Ausbruch der Beiſtimmung erſcholl.
„Ja, all unſer Unheil ſchüren dieſe Helfershelfer unſerer Bedrücker. Sie verleumden uns in Worten und Schriften, im Lande und beim Kaiſer. Unſere gerechte Vertheidigung gegen ſolche Anſchuldigung dringt nicht bis zum Thron des guten, milden Herrſchers; wol aber wird ſein Ohr täglich mit Anſchwärzungen und falſchen Anklagen erfüllt!“
„So iſt es“, rief Olbramowitz mit lauter Stimme. „Ja ſo iſt es!“ wiederholten Viele.
Thurn ließ dieſen Ausbruch der Stimmung, der ihm die Wirkung ſeiner Worte kund that, erſt vorübergehen, dann fuhr er mit ruhiger, wohl überdachter Rede fort:


