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„Aber wer iſt denn der Andere, Balthaſar, der im grünen Mantel?“
„Das iſt ja der Herr Wilhelm Popell von Lobkowitz, der Aeltere, du mußt ihn ja oft in unſerm Hauſe geſehen haben!“ erwiderte dieſer.
„O ja, geſehen wol“, antwortete die Frau,„allein unſereins ſieht die Herrſchaften ohne zu wiſſen, wer ſie ſind.“— Thereſe betrachtete beide Männer, deren berühmte Namen ſie wohl kannte und die nicht nur als Abgeordnete des Herrenſtandes und wegen ihres Ranges und Reich⸗ thums allgemein geachtet waren, ſondern auch wegen der Würde, die Ihnen ihre Jahre, ihre Ritterlichkeit und Tu⸗ gend gaben.
Gleich hinter ihnen kamen wieder zwei Herren in einem Wagen. Balthaſar nannte ſie ungefragt. Es waren Gottlob Berka von der Daub und Wenzel von Raupowa, auch kurz Ruppa genannt.„Sie ſind auch vom Herrenſtande“, fügte er erläuternd hinzu. Es folgten jetzt mehrere Wagen, in denen Herren und Ritter ſaßen, die er nicht kannte. Plötzlich rief er:„Da, den ſeht euch an! Dort, den auf dem Goldfuchs, mit den ſchwarzen Federn auf dem Barett, im braunen Wamms mit den Goldlitzen. Das iſt der kai⸗ ſerliche Rath Ritter Procop Dworſchetzli von Olbramowitz! Seht, was der für eine Stirn hat und ein Auge! Das glaubt nur, das iſt ein Mann von Eiſen, wie ſchon ſein Vater! Ich habe auch den Vater noch gekannt, der machte ſchon dem Kaiſer Maximilian II. zu ſchaffen. Und der Sohn geht in ſeinen Fußſtapfen. Hat der einmal Ja geſagt, ſo bringt ihn kein Teufel und kein Heiliger zum Nein ſagen! Mir däucht immer er hätte ſollen Kriegsoberſt werden, wie unſer Herr Graf. Dazu taugt er gewiß noch mehr als zum Rath, wiewol er ein grundgelehrter Mann


