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wie es den Meiſten jetzt erſchien. Auch ihre Tochter Thekla hielt ſie aus ähnlichen Gründen zurück. Nur Thereſe alſo wohnte, begleitet von dem alten Balthaſar und ſeiner Frau, zuſchauend dem Aufzuge bei. Sie hatten einen ſehr gün⸗ ſtigen Platz, auf einer, einem Altan ähnlichen Erhöhung in der Nähe des erzbiſchöflichen Palaſtes, von wo ſie ſowol das Ganze weit überſehen, als jedes Einzelne wahrnehmen konnten. Es war ein erhebender und glanzvoller Anblick zugleich. Das Volk ſtand dicht gedrängt auf beiden Seiten des Weges, den der Zug nahm; Reiterpiquets waren an verſchiedenen Punkten aufgeſtellt und Hartſchiere zu Fuß mit ihren breiten Hellebarden zogen Spaliere durch die nächſten Räume bis zum Schloßthor, damit die Zugänge nicht durch das Gedränge geſperrt würden. Die Fahnen der Soldaten weheten hoch; auch bewaffnete Bürger waren in Reihen aufgeſtellt und halfen die Ordnung ſchützen, zum Zeichen, daß es nicht eine äußerliche, einzelne Macht ſei, die ſich hier willkürlich geltend mache, ſondern daß das ganze Land ſich ſelbſt hier vertrete und ſein Wünſchen und Wollen ausdrücke. Aus allen Fenſtern ſchauten geſchmückte Frauen. Teppiche hingen, wie bei den großen Kirchen⸗ feſten, an den Häuſern herab. Grüne Kränze und Blumen⸗ gehänge zierten die Mauern und zogen ſich quer über die Straßen. Die Bahn für den Zug war reich mit Blumen und grünen Zweigen beſtreut. Der mailich grünende Wald und alle Gärten Prags hatten die Spende geliefert, um die Häuſer und Gaſſen ſo feſtlich zu ſchmücken.
„Dort reitet unſer junger Graf, Beata“, rief Balthaſar ſeiner Frau zu und zeigte auf einen ſtattlich zu Roß ſitzenden jungen Ritter, der den zum Hradſchin an⸗ ſteigenden Weg hinauf, an einem Piquet geharniſchter Reiter vorüberſprengte.„Seht, wie er den Schimmel in der
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