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Dieſer trat jetzt mit einer Schüſſel warmen Waſſers, einem Schwamm und anderm Verbandgeräth ein. Er wuſch die Wunde Slawata's, ſchnitt ihm das Haar etwas von der Seite weg, löſte das geronnene Blut ab und legte den neuen Verband an.
Inzwiſchen hatte ſich Slawata Tinte und Feder reichen laſſen und begann auf einzelnen Zetteln Allerlei zu ſchrei⸗ ben. Er miſchte lateiniſche, deutſche und böhmiſche Worte, ſetzte Zahlen und andere Zeichen dazwiſchen, ſtrich Vieles aus, ſchrieb Anderes doppelt, ſodaß der Inhalt ohne lan⸗ ges Studium von einem Dritten nicht zu entziffern war und der Zettel überhaupt das Anſehen hatte, als ſei er ganz willkürlich bekritzelt und bedeute gar nichts.
„Wenn du mir getreu dienen willſt, Zaloska, ſo wirſt du großen Lohn empfangen“, redete er dieſen an, nachdem ſeine Arbeit fertig war.„Verbirg dieſe Zettel an deinem Körper, oder wie du irgend weißt. Es ſind ihrer fünf; ich habe ſie nach der Größe der Blätter geordnet. Der kleinſte iſt der wichtigſte. Ihn trägſt du zu dem Sacriſtan der Schloßkirche; er wird ihn durch den Kaplan zu dem Herrn Erzbiſchof gelangen laſſen. Unſtreitig iſt Se. Hoch⸗ würdige Gnaden geflüchtet; allein der Kaplan wird hier geblieben ſein und wiſſen, wo ſich der Herr Lohelius jetzt aufhält. Den zweiten Zettel, der Größe nach, bringe an den Hauptmann der Mannſchaften, die ich im Schloſſe be⸗ reit gehalten hatte.“
„An unſern Hauptmann Paul Palhoy?“ fragte Zaloska.
„An ihn“, ſagte Slawata.„Mit dem dritten ſuche
meinen Geheimſchreiber Fabricius auf....“ „Das wird ſchwer halten“, fiel Zaloska ein,„denn ich war ſchon in ſeinem Hauſe und hörte von ſeiner Frau,


