Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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waren, ſondern eine Larve bildeten, mit der er die Wahr⸗ heit ſeines Innern künſtlich verhüllte.

Sei gegrüßt, Zaloska, redete ihn Slawata an;wie haſt du dich verwandelt! Ich würde dich nicht erkannt haben!

Gelobt ſei Jeſus Chriſtus und die heilige Mutter Maria, die Euch erhalten haben, gnädiger Herr! rief der Angeredete aus und wandte Augen und Hände zum Him⸗ mel.Laßt Euch die Hände küſſen, fuhr er dann mit tief unterwürſigem Tone fort und beugte ſich, indem er auf den Boden niederknien wollte, auf Slawata's Hand.

Dieſer verhinderte es.Du biſt gefangen geweſen? fragte er ihn.

Auf dem Schloſſe, ja. Der Offizier, erzählte er, hatte mich aus dem Saale, wo wir verborgen waren, hinunter geſendet in den Hof, um zu beobachten, wie groß etwa die Zahl der Leute ſein mochte, die mit dem Grafen Thurn und den andern Herren vom Adel ins Schloß kamen. Als ich wieder herauf kam, erkannte mich auf dem Gange der Rebell, der Ketzer Xaver Nechodom, und nahm mich, da er von einem Dutzend bewaffneten Leuten begleitet war, gefangen.

Entdeckteſt du ihm, daß Mannſchaften im Schloſſe verborgen ſeien? fragte Slawata mit argwöhniſcher Miene.

Bei Leibe, Herr, nein! log der Burſch; denn er hatte in der Angſt um ſein Leben Alles entdeckt.Er wollte wiſſen, fuhr er fort,wie ich nach Prag komme, was ich dort zu thun hätte? Ich fragte ihn dagegen, was denn er hier wolle und wie er hierher komme? Während wir noch im Zwiſt miteinander waren, wurde es ſchon un⸗ ruhig im Saal; Nechodom lief dahin, viele ſeiner Leute

Rellſtab, Drei Jahre. 2. Aufl. I. 1. 10

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