Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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wollen unſere verbrieften Rechte wirklich ausgeführt ſehen und Bürgſchaft dafür haben!“

„Ja, das wollen, das müſſen wir“, ſprach Xaver entſchieden.

„Ja, das müſſen wir“, bekräftigte der Graf,„und dazu bedarf es nur unſerer Entſchloſſenheit. Wir müſſen uns verſtärken. Alles, was uns anhängt im ganzen Lande, muß unter die Waffen gerufen werden. Noch heut will ich ein Aufgebot erlaſſen an die ganze böhmiſche Nation, daß ſie ſich rüſte zur Vertheidigung ihrer Rechte. Jeder zwan⸗ zigſte Mann ſoll ſich als Bewaffneter ſtellen. Ein gedruck⸗ tes Manifeſt ſoll ergehen, damit ganz Deutſchland erfahre,

was uns zum Aeußerſten getrieben hat; wir wollen unſere

Rechtlichkeit und Ehre wahren, damit unſere Sache Helfer und Freunde überall finde. Der Kaiſer wird uns alle Kräfte aller ſeiner Länder entgegenſtellen; ſo müſſen auch wir uns Bundesgenoſſen in allen Ländern ſuchen, wo unſere Glaubensverwandten wohnen. Deshalb, Wolodna, wollte ich dich nach Schleſien, dich, Xaver, nach Sachſen ſenden. Ihr ſollt uns dort Freunde, ſollt uns Mannſchaften wer⸗ ben. Mit allem Nöthigen dazu ſollt ihr reichlich verſehen werden; ich denke, es iſt ein guter, ein ehrenvoller Auf⸗ trag! Was meint ihr, ſchlagt ihr ein?“

„Ich bin bereit, noch heut“, rief Xaver feurig.

„Auch ich, Herr Graf, ſoweit es in meiner Kraft ſteht“, antwortete Wolodna.„Was ein geringer Mann wie ich vermag...“

„Was, geringer Mann!“ unterbrach ihn Thurn, indem er die dargebotene Hand kräftig faßte.„Ihr ſeid mir kein geringer Mann! Glaubt Ihr, ich wäge die Leute nach Rang und Titel, nach vermoderten Adelsbriefen und Vor⸗ fahren, die beide in Staub zerfallen? Das mag bei Hofe,