Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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könntet doch irgendwie zu Schaden kommen. Das Kriegs⸗ volk iſt zu roh und ungeſtüm. Zudem, es wird früh dunkel, der Weg iſt übel. Wir hätten ſo wie ſo zeitig auf⸗ brechen müſſen; darum ſeht zu, daß ihr baldigſt nach Haus kommt!“

„Wollt denn Ihr bleiben, Wolodna?“ fragte Nechodom.

„Sollte ich unſere Brüder verlaſſen in ſo bedenklichem Augenblick? Ihr nehmt mir ſchon die Tochter mit in Euer Haus, lieber Vater Nechodom, bis ich ſie ſelbſt abhole!“

„Ja, theurer Vater“, bat auch der Pfarrer,„kehrt heim. Mir ahnt, hier iſt nicht gut ſein!“

„Und gerade dann ſollte ich von Euch gehen?“

„Was könnte Euer Hierſein fruchten?“ wandte Chlodzek ein. Auch Andere der Verſammlung baten den Greis, in ſeine ſtille Wohnſtätte am Gebirge zurückzukehren.

„Allein wie iſt es mit der Sendung nach Prag?“ fragte er.„Ich bin der Einzige, der ſich bereit erklärt hat!“

„Wir ſenden Euch Botſchaft; beeilt jetzt nur Eure Rück⸗ kehr nach Haus“, war die Antwort Chlodzel's.

„Säumt damit nicht lange“, entgegnete Nechodom.„Wir ſchreiben heute den zehnten. Es wäre gut, wenn wir mor⸗ gen abreiſen könnten, denn das Feſt iſt vor der Thür, und in Prag wird man uns nicht ſo eilig beſcheiden!“

Mit dieſen Worten wandte ſich der Greis nachgebend der Thür zu.

Xaver hatte indeſſen mit Wolodna eifrig geſprochen. Er wollte, dieſer ſolle zurückkehren zum Schutz Thereſens und

Nechodom's; doch Wolodna drang darauf, daß Raver ſei⸗

nen Vater geleite.

„Ihr ſeid auch ſchon bejahrt, Vater Wolodna“, ſprach Xaver beſorgt.

„Ich habe meine ſechzig Jahre, aber ich bin kräftig, jeden

Rellſtab, Drei Jahre. 2. Aufl. I. 1.. 2