Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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ſein. Darum machte ich mich mit dem Früheſten auf, um es euch anzuſagen, bevor ſie einträfen!“

„Dank dir, Bruder Czernig“, ſagte Holoduk herzlich, und reichte ihm die Hand.„Haſt gute Wacht gehalten auf der Vorhut!“

„Was können ſie wollen?“ fragte Nechodom.

„Und der Erzbiſchof und die beiden Statthalter?“ ſetzte Chlodzek hinzu,„kommen auch ſie hierher?“

„Ich glaube nicht. Sie wollten heute wieder nach Prag zurück“, erwiderte Czernig;„aber die Reiter werden bald hier ſein! Als ich durch Dux kam, waren ſchon die Quartiermeiſter dort, die Andern ſollten in einer halben Stunde eintreffen; es wird vielleicht nicht länger dauern, ſo ſind ſie hier!“

„Was ſollen wir thun?“ fragte Chlodzek ſorglich. „Sollten wir wirklich etwas zu fürchten haben? Wir, die wir ſchon ſo bedrängt ſind?“

„Ich hoffe ja nicht“, meinte Nechodom,„was könnte für ein Grund dazu ſein!“

„Die kommen nicht umſonſt, darauf ſchwöre ich“, rief Holoduk.„Wer weiß, welche Teufelei ſie im Schilde haben. Das Regiment Liechtenſtein iſt erzpapiſtiſch wie der Fürſt ſelbſt. Ob er dabei ſein mag?“

„Schwerlich! Der Fürſt war bisjetzt in Wien. Nur das Regiment ſteht ſeit dieſem Herbſt zu Prag und Brandeis“, belehrte Herbeck.

„Auf jeden Fall, Vater Nechodom“, wandte ſich Wo⸗

lodna zu dieſem,„iſt es am gerathenſten, Ihr brecht auf.

Wer weiß, was es hier für Händel gibt!“

„Was ſollte ich alter Mann zu fürchten haben!“ meinte der Greis.

„Wenn man auch Euch nichts zu Leid thun möchte, Ihr

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