Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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ſagte Czernig.„Ich hatte mich im Hofgebäude fleißig bei meiner Arbeit gehalten; wie konnte auch ein ſchlichter Zimmermann wie ich ſich um Das kümmern, was die hohen Herrſchaften vor hatten. Allein es war ſchon den ganzen Tag ein dunkles Gerücht gegangen, daß etwas im Werke ſei gegen die Utraquiſten im Gebirge. Ein wider⸗ wärtiger Menſch hier aus dem Gebirge, ein Strolch und Umhertreiber; der ſeit Jahr und Tag unſern Feinden Nach⸗ richten zuträgt und uns verſchwärzt, wo er kann, Za⸗ loska heißt er....“

„Ich kenne ihn“, unterbrach Wolodna,„mich haßt er beſonders, weil ich ihn öfters auf Wilddiebſtahl erfaßt und zur Anzeige gebracht. Doch er iſt immer ſo gut wie un⸗ geſtraft davongekommen.“

„Weil er Spionendienſte leiſtet!“ ſprach Czernig zornig.

„Laßt den Hund“, unterbrach Holoduk,„und erzählt weiter!“

„Dieſer Zaloska“, fuhr Czernig fort,„hatte mich ſchon mit hämiſcher Miene verfolgt und allerlei Stachelreden ge⸗ führt.„Wir könnten uns auf etwas gefaßt machen!— Sie würden bald die Augen aufreißen in Kloſtergrab!“ Und ſolcher Worte mehr. Anfangs gab ich nichts darauf. Dann dachte ich: es muß dennoch etwas Arges im Hinter⸗ halt ſein, und wandte mich an den alten Kammerdiener des Herrn Erzbiſchofs, Paul Czerwenka, der ein genauer Freund meines Vaters geweſen iſt, ob er mir Auskunft geben könne. Und von ihm erfuhr ich, daß in Bilin geſtern Abend eine Abtheilung kaiſerlicher Reiter vom Regiment Liechtenſtein ein⸗ gerückt ſei, die heute früh hierher nach Kloſtergrab auf⸗ brechen würden. Was ſie hier ſollten, wußte er nicht oder wollte es nicht ſagen; aber kopfſchüttelnd meinte er, etwas Gutes werde es nicht ſein, wir möchten auf unſerer Hut