Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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und Martiniz, gegen uns an“, brach Holoduk im höchſten Eifer aus.

„Und der Erzbiſchof!“ tönte eine andere Stimme aus dem Tumult.

„Und ſolche Herren, wie der Abt Selander von Proſſo⸗ witz, der die Braunauer ihre Kirche nicht bauen laſſen will!“ fügte Herbeck hinzu.

„Ja, ſie ſind in gleichem Falle wie wir! Sie ſollten mit uns handeln“, rief Holoduk immer glühender.„Wir ſollten Alle für Einen aufſtehen!“

„Freunde, meine Freunde“, bat der Patriarch Necho⸗ dom, als die Verſammlung immer ſtürmiſcher wurde, und erhob ſich von ſeinem Sitz.„Freunde! Laßt uns mit Worten gegen das Wort kämpfen! Es iſt eine mächtige Waffe, wenn es die Wahrheit vertritt!“

Der ehrwürdige Greis trat mitten unter die Erbitterten und erhob ſeine Hände gleichſam ſegnend und den Frieden erflehend. Es wurde wieder ſtill, Aller Blicke wandten ſich mit Ehrfurcht zu ihm.

„Je mehr ich Trauriges gehört“, begann der Greis, als Alles auf ihn lauſchte,„je nothwendiger ſcheint mir eine neue Botſchaft. Ihr habt euch nicht dawider erklärt. So denke ich denn, wir ſollen zum Werk ſchreiten. Laßt uns ſogleich die Männer wählen, die wir nach Prag ſenden. Denn Zeit haben wir nicht mehr zu verlieren!“

„Ihr ſelbſt“, rief Holoduk,„Vater Nechodom! Vor Eurer Ehrwürdigkeit müſſen Haß und Lüge ſchweigen!“

„Ich bin bereit, wenn meine Kraft ausdauert. Und erſchöpfte ſie ſich auch, ich kann meine letzten Lebenstage nicht beſſer verwenden!“

„Vater, Vater Nechodom!“ tönte es wie aus Einem Munde, und ſie umdrängten ihn und küßten ihm die