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quiſtiſchen Einwohner Prags und der andern landesfürſt⸗ lichen Städtey, bemerkt das wohl, denn darauf kommt es an, aſollen berechtigt ſein, nicht nur die Kirchen, die ſie bisher inne gehabt, zu behalten, ſondern auch ſich neue zu jeglicher Zeit in Städten, Marktflecken und Dörfern zu erbauen und ſie zum Gottesdienſte benutzen zu dürfen.“» Alſo auch die Einwohner der landesfürſtlichen Markt⸗ flecken; Kloſtergrab aber iſt ein landesfürſtlicher Marktflecken. Denn alle der Geiſtlichkeit unterthänigen Orte ſind nach Böh⸗ mens Landordnung Beſitzthum des Königs von Böh⸗ men; das heißt, der König von Böhmen kann jeden Ort, der der Geiſtlichkeit zugewieſen iſt, zu jeglicher Zeit wie⸗ der in völliges Kammergut verwandeln. Kein geiſtlicher Oberherr darf irgend etwas davon verkaufen, verpfänden, verſchenken, und wo es geſchehen, iſt ſolcher Act ungültig. Wir wohnen alſo in einem landesfürſtlichen Marktflecken, und dürfen uns folglich unſere Kirche zu unſerm Gottes⸗ dienſte erbauen und ſie dazu benutzen. Was der Erzbiſchof auf unſere Klage geantwortet hat und was dem Grafen Thurn zu Brandeis erwidert worden, ſind eitle Ausflüchte.“
„So iſt es!“ rief Holoduk.
„Da unſer Recht ſo klar iſt, muß man es uns doch endlich zugeſtehen. Verſuchens wir's wenigſtens nochmals mit einer Botſchaft“, bat Nechodom.
„Wollt ihr demnach, werthe Herren und Freunde?“ richtete der Pfarrer ſich im Kreiſe umſchauend, die Frage an die Verſammelten.„Es iſt Niemand dagegen“, ſagte er nach einigen Augenblicken.
„Und wenn wir bis zum Throne unſers gnädigſten Kaiſers gehen, und uns ihm zu Füßen werfen ſollten“, ſprach Nechodom feierlich,„wir müſſen jeglichen Weg des Friedens erſchöpfen!“


