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zu ihm,„weshalb Ihr ſeinen Namen mit Seufzen nennt. Er treibt und hetzt beim Erzbiſchof, daß der Euch nicht die Erlaubniß zur Heirath Eurer lieben Tochter Thereſe mit dem wackern Xaver geben ſoll! Ich weiß auch weshalb! Weil er behauptet, Euer Vater ſei Leibeigener ſeines Schwieger⸗ vaters, des Herrn von Neuhaus zu Chlum und Koſchen⸗ berg, geweſen, und von Rechtswegen müßtet Ihr es auch ſein. Iſt denn dem ſo?“
„Mein Vater“, antwortete Wolodna,„war freilich dem Herrn von Neuhaus unterthänig, allein derſelbe hat ihm ge⸗ ſtattet, ſich hier im Erzgebirge anzuſiedeln, als Lohn dafür, daß er ihm auf der Jagd das Leben gerettet mit eigener Lebensgefahr. Es iſt aber verſäumt worden, das Schrift⸗ liche darüber auszufertigen. Das iſt nun über dreißig Jahre her, und erſt jetzt macht der Herr von Slawata ſeine An⸗ ſprüche auf mich geltend!“
„Weil er die Herrſchaften Chlum und Koſchenberg an⸗ geheirathet hat mit der Tochter des alten Herrn von Neu⸗ haus?“ ſagte Holoduk halb erklärend, halb fragend.
„Nicht weil er ſie angeheirathet hat“, antwortete Wo⸗ lodna,„ſondern weil er um der Heirath willen ſich von unſern Glaubensgenoſſen getrennt hat und zu den Katholi⸗ ſchen übergegangen iſt. Er will uns wieder unter ſeinen Gerichtszwang haben!“
„Damit er Euch auch mit Hunden in die Meſſe hetzen könnte!“ rief Holoduk erbittert aus.„Ich dächte, er müßte genug haben an dem Zwang, den der Herr Erzbiſchof an 82 uns Allen und Euch mit übt!“
3„Iſt dem wirklich ſo?“ fragte Johann Herbeck, der gleich den andern Verſammelten, denen dieſe Lage Wo⸗ e lodna's unbekannt war, dem Geſpräch mit Staunen zuge⸗ hört hatte.
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