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„Ich würde anrathen, daß wir nochmals eine Botſchaft nach Prag ſendeten“, erwiderte Nechodom;„allein nicht zum Erzbiſchof, ſondern zu dem würdigen Kanzler Wencis⸗ laus Budowa von Budowicz, oder zum Herrn Grafen Mathias Thurn, daß einer von ihnen oder unſere ge⸗ ſammten Glaubensbeſchützer ſich unſerer Sache beim Erz⸗ biſchof annähmen!“
„So meine ich auch“, ſtimmte Wolodna bei.
„Jch bin's zufrieden“, ſagte Holoduk,„allein es wird uns wenig helfen! Seit Thurn gegen die Wahl des Erz⸗ herzog Ferdinand zum böhmiſchen Könige geſtimmt, gilt und vermag er nichts mehr!“ 3
„Sie ſcheuen doch ſein Anſehen“, meinte der Pfarrer.
„Glaubt Ihr? Haben ſie es geſcheut, als ſie ihm das Burggrafenthum von Karlsſtein genommen haben?“ fragte Holoduk.
„Von welchem hohen Amte in der Landordnung Böh⸗ mens geſchrieben ſteht“, nahm Johann Herbeck, der bisjetzt geſchwiegen hatte, das Wort,„daß nicht Menſchenwort, ſon⸗ dern nur der Tod es demjenigen Magnaten entreißen dürfe, dem es geſetzlich gegeben worden.— Dem Statthalter, Freiherrn Borzita von Martiniz, dem blindeifrigen Ka⸗ tholiken, dem ſie es gegeben haben, werden ſie dieſes Geſetz wol halten!“ 8
„Gerade der iſt unſer Hauptfeind!“ eiferte Holoduk; „und in ſolcher Leute Hände können ſie nicht Macht genug legen. Wär's nicht genug, daß er und Slaw ata, und An⸗ dere ihres Sinnes, ſieben Katholiſche gegen drei unſers Glaubens, kaiſerliche Statthalter ſind?“
„Slawata!“ ſagte Wolodna mit tiefer Stimme vor ſich hin.
„Ich weiß wohl, alter Wolodna“, wandte ſich Holoduk
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