Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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kommenden zu begrüßen. Ihm folgte ein gleichfalls hoch⸗ betagter Mann, doch noch in rüſtiger Kraft und von krie⸗ geriſchem Anſehen. Es war ein alter kaiſerlicher Hauptmann, Nikolaus Holoduk, dem ſchöne Narben und ſilberweißes Haar die Stirn zierten. Auch er trat zu den Ankommen⸗ den heran.

„Gottes Frieden ſei mit Euch, theurer Vater Nechodom“, redete der Pfarrer den Greis an und reichte ihm die Hand hinauf;„wie ſollen wir Euch genug danken, daß Ihr in Euerm Alter den weiten Weg bei ſo winterlichem Unwetter nicht geſcheut habt! Möge es Euch nur nicht ſchaden!“

„Ja wahrhaftig, theurer Vater“, ſprach auch Haupt⸗ mann Holoduk herzlich, indem er mit Xaver dem Greiſe vom Wagen herabhalf,„Ihr thut es uns Allen zuvor!“

„Ihr ſchlagt es zu hoch an, lieben Freunde“, antwor⸗ tete Nechodom freundlich;„wie hätte ich daheim bleiben können, wenn eine ſo ernſte, heilige Sache berathen wer⸗ den ſoll!“

„Tretet nur gleich ein, Vater“, bat der Pfarrer Chlod⸗ zek,„daß Ihr Euch zuvor erwärmt und erquickt.“

„O, mir iſt ganz wohl zu Muth“, antwortete der Greis;„ich friere nicht und bedarf keiner Erquickung. Mein Schwiegertöchterlein, denn ich hoffe doch, ſie ſoll es bald wer⸗ den, trotz aller Hinderniſſe, die ſie uns entgegenſtellen, hat mich ſo ſorgſam behütet und gepflegt, daß mir Sturm und Schneetreiben nichts anhaben konnten.“ Dabei faßte er freundlich Thereſens Hand, die ihm den Schnee aus dem Pelzkragen klopfte.

„Tretet ein, tretet ein, lieben Freunde“, bat Chlodzek nochmals, und führte ſelbſt den Greis an die Thür ſeines Hauſes. Die Andern folgten.

Thereſe, des Förſters Wolodna Tochter, hatte zwar die

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