Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Sammetmütze herabhing, deren barettartige Form einen nichtkatholiſchen Geiſtlichen erkennen ließ. Er war in einen weiten Pelzrock eingeknöpft. Neben ihm ſaß die weibliche Geſtalt, in einem braunen pelzverbrämten Oberkleide, den Kopf von einer gleichartigen Mütze gegen Sturm und Kälte ſo tief bedeckt, daß man kaum die Hälfte des jugendlichen, jungfräulichen Geſichts wahrnahm, aus dem zwei große, dunkle Augen leuchteten. Die ſchwarzen, reichen Locken quollen unter der Kopfbedeckung hervor und umhüllten den Nacken. 4 „Ich muß die Stiere vorn ſelbſt führen, ſonſt ſtehen ſie uns auf dem ſteilen Wege ſtill“, ſagte der jüngere Mann zu ſeinem Nachbar, als ſich der Weg ſteiler erhob, um einen vorſpringenden Hügelrücken zu überſchreiten. Er reichte bei dieſen Worten dem ältern das hanfene Seil, welches den Zügel bildete, und ſchwang ſich mit jugendlicher Gewandt⸗ heit vom Wagen. Raſch vorwärts ſchreitend faßte er den Stier zur Rechten am Horn und hob antreibend die Peitſche. Die über die Stirn gejochten Thiere zogen ſogleich friſcher an; ſie erreichten bald einen ebenen Abſatz, auf dem der

Führer den Wagen anhielt.

„Verſchnauft euch hier“, rief er den Stieren zu, und klopfte dem einen mit der Hand auf den Hals.—„Wenn wir auf dem Hügel ſind“, ſprach er zurück, wie um den Muth anzuregen,„haben wir den härteſten Weg hinter uns; von dort bis Kloſtergrab iſt die Straße gut fahrbar!“

„Wenn es Euch nur nicht ſchadet, lieber Vater Necho⸗ dom“, wandte ſich jetzt das junge Mädchen mit freundlicher Fürſorge zu dem Greiſe,„daß Ihr in dem rauhen Wetter die Fahrt gewagt habt!“

„Wer dürfte ſich in ſo ernſter Sache ſeinen Brüdern verſagen“, antwortete dieſer;„und wir haben ja nun das

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