Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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zuſammenführen würden. Ob und wie ſich dies erfülle, ſteht in der Hand der Zukunft.

Es war der Hauptgedanke dieſes Buchs, auch in Dem, was dichteriſche Erfindung der Geſchichte hinzugefügt, ihr ſo treu als möglich zu bleiben, inſofern ſich auch in den Schöpfungen der Phantaſie das Bild der Zeit ab⸗ ſpiegeln ſollte. Ganz abgeſehen von den Erſchütterungen und Verwilderungen, die der Krieg erzeugte, war ſie an ſich noch eine rauhe, ſtarre in ihren Einrichtungen, Sit⸗ ten, Anſchauungen. Dieſe Grundfarbe durfte ihr die Dichtung nicht nehmen, wenn ſie auch oft davor zurück⸗ ſchrecken mußte. Denn allein darin liegt die Erklärung und einigermaßen die Rechtfertigung der ſchauervollen Thatſachen, zu welchen der Leſer geführt wird. Nur auf noch ſo wildem Boden der Sitte konnten richterliche Beſchlüſſe gegen die edelſten Männer in Rang, Wiſſen und Anſehen eine Geſtalt gewinnen, vor der heute Je⸗ dem das Blut in den Adern erſtarrt.

Ich glaube, wo es nothwendig war, die künſtleriſche Verpflichtung nicht verabſäumt zu haben, die Wirklich⸗ keit in einen dämpfenden Halbſchleier zu hüllen, die dem Eindruck nichts von ſeiner Wahrheit nimmt, doch ſeine äußerſte, zurückſtoßende Schärfe mildert. Die unter⸗ irdiſchen Räume des regensburger Rathhauſes bewahren die grauenhaften Folterwerkzeuge noch heute genau in dem nämlichen Zuſtande, in welchem ſie hier geſchildert werden. Die künſtleriſche Berechtigung dazu finde ich in der Wendung, daß nicht der Anblick einer wirklichen Marterſcene geſchildert wird, ſondern das Ganze ein