Teil eines Werkes 
1. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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VII

Gewölke ſchimmernd; eine ſchauervolle Erſcheinung, die ich in ihren koloſſalen Dimenſionen kaum ſchärfer ins Auge zu faſſen wagte. Doch allmälig keimte die Mög⸗ lichkeit im Geiſte, aus dieſem gigantiſchen Chaos feſte Geſtaltungen zu gewinnen. Die ungeheuern Ereigniſſe, die mächtigen Charaktere der Zeit, zogen nach und nach einzeln an mir vorüber. Der Gedanke wurde That. Ich beſchloß dieſen Krieg, welcher eine Generation hindurch Deutſchland in das entſetzenvollſte Grauen warf und es ein Jahrhundert lang auf der Bahn ſeiner Cuunrenh zu⸗ rückſchleuderte, zum Gegenſtande meiner Arbeit zu nehmen!

Das war mein perſönliches Verhältniß zu dem

Werke, welches der Leſer hier empfängt.

So hatten denn meine Lebensrichtungen und Thätig⸗ keiten mich bis zu dem Scheidepunkte der Wege geführt, von dem aus ich die neue, vielmehr die älteſte, lange verlaſſene Richtung meiner geiſtigen Beſchäftigungen wie⸗

der einſchlagen konnte.

Nun begann die objective Stellung des Autors zu ſeiner Aufgabe. Gleich einem Entdeckungsreiſenden war er mit der beſtimmten Vorſtellung erfüllt, ein Ziel, das er jenſeit, hinter undurchforſchten Meeren, Stürmen und Hemmniſſen beſtimmt vorhanden wußte, zu erreichen. Welche Bahnen er einzuſchlagen habe, um es zu ge⸗ winnen, darauf mußte er jetzt ſein Auge mit Schärfe ri hten. Er wußte zuvor, daß er unabſehbare Odyſſeus⸗ fahrten machen werde; aber die Hoffnung, endlich doch die Goldküſte einer Beſtrebungen zu gewinnen, erhielt dieſe friſch und überwog die Furcht, völlig zu ſcheitern.

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