Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
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mit welchem Ew. Gnaden in dem Walde einen Zwei⸗ kampf hatte.“

„ Ja, und den ich ihm in der Halle zuruͤckzahlte, wie Du ſelbſt ſahſt.— Ich war nie in meinem Le⸗ ben ſo kampfluſtig, Jocoline. Dieſer Burſche iſt kein ſo ganz ſchwarzherziger Schurke wie die meiſten von ihnen, Jocoline. Er flicht brav— ſehr brav. Du ſollſt morgen in der Halle einen Gang mit ihm ma⸗ chen. Ich kenne Deine Staͤrke auf ein Haar.“

Er konnte das mit einiger Wahrheit ſagen; denn es war Jocolins Art, wenn er aufgefordert ward mit ſeinem Herrn zu fechten, wie es bisweilen ge⸗ ſchah, dem Ritter nur den Sieg zu erſchweren, den er ihm aber immer doch zuletzt, wie ein beſcheidener Diener, überließ.

„Und was ſagte der rundkoͤpfige Soldat von un⸗ ſerem großen Sanct Michaels Humpen?“

„Alle Welt, er ſpottete uͤber unſeren guten Hei⸗ ligen, und ſagte, er waͤre nicht beſſer als die goldenen Kaͤlber von Bethel. Aber ich ſagte ihm, er ſolle nicht ſo reden bis einmal einer von ſeinen rundkoͤpfi⸗ gen Heiligen dem Teufel einen Tritt verſetzt haͤtte,

wie Sanct Michael es gethan, und wie es auf dem Becher zu ſehen iſt. Das brachte ihn zum Stillſchwei⸗

gen. Ferner wollte er wiſſen ob Ew. Gnaden und Fraͤulein Alexis,(die alte Hanne und meine Wenig⸗ keit gar nicht zu erwaͤhnen da Ew. Gnaden befehlen daß ich hier ſchlafen ſoll,) ſich nicht fuͤrchteten, in ei⸗ nem ſo unruhigen Hauſe zu ſchlafen. Aber ich ſagte ihm, wir fuͤrchteten weder Feinde noch Geſpenſter, ba⸗ man uns jeden Abend die Gebete der Kirche vor⸗ eſe.

„ Jocoline,“ unterbrach ihn Alexis,„ warſt Du von Sinnen? Du kennſt ja die Gefahr, welche uns und den guten Doctor wegen der Erfuͤllung dieſer Pflicht, bedroht.“ 1

„„ Ach, Fraͤulein Aleris,“ ſagte Jocolin ein wenig beſchaͤmt,„glauben Sie nur, daß ich kein Woͤrtchen

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