Teil eines Werkes 
12. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 3. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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Everard antwortete mit erhobener Stimme:Ich warne Dich nochmals, biete mir nicht vergeblich die Stirne. Ich bin kein Kind, das man mit Geſpen⸗ ſtergeſchichten erſchrecken, und keine Memme, die bewaffnet die Drohungen der Banditen fuͤrchtet. Wenn ich auch nur einen Augenblick Nachſicht mit Euch habe, ſo geſchieht es wegen theuerer, irre geleiteter Freunde, die in das gefaͤhrliche Komplott verwickelt ſeyn moͤ⸗ gen. Wißt, daß ich das Schloß mit Soldaten umzingeln laſſen kann, welche in den verborgenſten Gaͤngen den Urheber dieſes kuͤhnen Frevels auffinden werden, und daß, falls die Durchſuchung nicht zum Zweck fuͤhren ſollte, einige Faͤſſer mit Pulver hinreichen, dieſes Ge⸗ baͤude in einen Steinhaufen zu verwandeln, und die Urheber eines ſolchen ſchlecht gewaͤhlten Zeitvertreibs unter den Ruinen zu begraben.

Ihr ſprecht ſtolz, Herr Obriſt, ſagte eine an⸗ dere rauhere Stimme, welche derjenigen glich, die ihn in der Gallerie angeredet hatte;verſucht Eueren Muth hieher.

Ihr ſolltet es nicht wagen, mich zweimal auf⸗ zufordern, ſagte Oberſt Everard,wenn ich ein Licht haͤtte, um zu zielen.

Kaum hatte er es geſprochen, als ein eichtſttahl das Zimmer durchzuckte, der den Sprechenden durch ſeinen Glanz verblendete, und ihn deutlich eine Ge⸗ ſtalt ſehen ließ, welche der des Victor Lee glich, wie er auf dem Gemaͤhlde dargeſtellt war, und der an